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Abwertung des Yuan macht europäische Anleger vorsichtig

Am Freitag landete der DAX auf 10.985,14 Punkten ins Wochenende, das ist ein Minus von 0,3 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Verlust von 4,4 Prozent. Auch beim EuroStoxx50 sind Verluste zu verzeichnen, er schloss am Freitag mit 3.491,03 Zählern und verlor 0,7 Prozent. An der Wall Street traten Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 auf der Stelle. Ein Grund dafür ist die Zurückhaltung der Anleger beim Aktienkauf. Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black sprach davon, dass es keine Vorwarnung gab.

Geänderter Kurs des Yuan

Zu Wochenbeginn hatte die People’s Bank of Chiina die Kriterien zur Festlegung des Referenzwertes für den Kurs des Yuan geändert und damit eine Talfahrt des Yuan eingeleitet. Der Referenzwert darf den Kurs maximal um zwei Prozent über- oder unterschreiten. Die Vorgehensweise der Bank nährte Spekulationen darüber, dass sich die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in einer Krise befindet. Die chinesische Währung zog am Freitag leicht an, der Dollarkurs lag bei 6,3918 Yuan. Die Börse in Shanghai konnte ihren Erfolgskurs fortsetzen und 0,3 Prozent gewinnen.

Athener Leitindex abgerutscht

Der Athener Leitindex ist um 1,9 Prozent abgerutscht, beim griechischen Bankenindex war sogar ein Einbruch um 5,5 Prozent zu verzeichnen. Die Stimmung wurde durch die Zustimmung des griechischen Parlaments zu Reformauflagen für weitere Finanzhilfen kaum aufgehellt. Andreas Paciorek, der Analyst des Online-Brokers CMC Markets, sagte, dass die Situation vertrackt bleibt, da Deutschland den IWF an Bord haben, aber keinen Schuldenschnitt will. Der Euro sank knapp um einen halben US-Cent auf 1,1109 Dollar. Der auf einer zehnjährigen Bundesanleihe basierende Bund-Future sank um 29 Ticks auf 154,63 Punkte.

Preis für US-Öl gefallen

Der Preis der US-Ölsorte WTI ist um bis zu 2,1 Prozent auf 41,35 Dollar pro Barrel gefallen, er hat damit sein Sechseinhalb-Jahres-Tief erreicht. Börsianern zufolge waren die immer volleren Tanklager in den USA der Grund dafür. Der Markt leidet bereits seit längerer Zeit unter einer Ölschwemme.

Deutsche Bank durch Russland-Affäre unter Druck

Die Aktie der Deutschen Bank verlor 1,3 Prozent; dem Bankhaus drohen laut einem Bericht des „Spiegel“ Strafen von insgesamt vier Milliarden Euro aufgrund von

  • Geldwäsche in Russland
  • Verstößen gegen US-Embargos gegen Iran und andere Länder
  • Dazu wollte sich die Deutsche Bank nicht äußern. Für die Russland-Affäre hatte die Deutsche Bank nach Auskunft von Finanzkreisen keine Rücklagen gebildet. Die Aktien des Machers von „Candy Crush“, King, stürzten an der Wallstreet um bis zu 14,5 Prozent ab; der Hersteller von Online- und Handyspielen musste aufgrund von Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte einen Umsatzrückgang von 18 Prozent hinnehmen. Der Spiele-Anbieter warnte vor weiteren Einbußen. Bei den Aktien von JCPenney ist hingegen ein Anstieg um bis zu neun Prozent zu verzeichnen. Der Quartalsumsatz der US-Kaufhauskette konnte aufgrund der starken Nachfrage nach Schmuck und Haushaltswaren einen Anstieg um 2,7 Prozent auf 2,88 Millionen Dollar verbuchen. Der Verlust sank von 172 Millionen Dollar auf 138 Millionen Dollar.

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