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BASF-Aktie vom Ölpreisverfall belastet

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF verdiente im letzten Jahr aufgrund des Ölpreisverfalls weniger als erwartet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank nach einer Wertberichtigung um 18 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen stellt sich für längere Zeit auf niedrigere Öl- und Gaspreise ein.

Mit Abschreibungen gerechnet

Die Investoren wurden bereits im Oktober von BASF auf einen Gewinnrückgang eingestellt, doch stellte der DAX-Konzern nur einen leichten Rückgang des operativen Ergebnisses in Aussicht. Im vierten Quartal musste die BASF aufgrund der ungünstigen Preisannahmen für Öl und Gas eine Wertberichtigung von 600 Millionen Euro vornehmen. Am Aktienmarkt wurde mit einem Gewinneinbruch gerechnet, Analysten sahen Abschreibungen angesichts des Ölpreisverfalls als unvermeidlich an, doch haben sie nicht mit einem derart hohen Umfang der Abschreibungen gerechnet.

Düstere Ölpreisprognose von BASF

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank vor Sondereinflüssen aufgrund von

  • Verkauf von Erdgashandels- und Erdgasspeicheraktivitäten
  • niedrigeren Gewinnen bei Öl und Gas
  • niedrigeren Gewinnen bei Chemicals im Schlussquartal

Ein Rückgang um 8 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro ist zu verzeichnen. Der Margenrückgang bei Chemicals wurde vor allem bei Petrochemicals belastet. Der Umsatz ging um 5 Prozent auf 70,4 Milliarden Euro zurück; einem Händler zufolge liegt der Gesamtumsatz etwas unter den Erwartungen. Die Ölpreise sinken seit 18 Monaten und sind seit 2014 um zwei Drittel zurückgegangen. Bei Unternehmen, die Geschäfte in der Ölbranche machen, führt das zu deutlichen Einbußen. Für das neue Jahr rechnet BASF damit, dass sich die Öl- und Gaspreise weiterhin auf einem niedrigen Niveau bewegen. Für die Folgejahre hat BASF die Preisannahmen reduziert, doch wurden keine konkreten Daten genannt.

Gewinnwarnung bereits im Oktober

Schon im Oktober letzten Jahres senkte BASF seine Jahresprognosen aufgrund deutlicher Einbußen beim Umsatz und beim bereinigten operativen Ergebnis. Das Unternehmen stellte eine Beeinträchtigung von Umsatz und Ergebnis im vierten Quartal in Aussicht, die Gründe dafür waren

  • niedriger Ölpreis
  • verhaltene Konjunktur
  • Asset-Tausch mit Gazprom

Am 26. Februar dieses Jahres soll der Jahresabschluss von BASF für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht werden. Der düstere Ausblick wird am Aktienmarkt negativ aufgenommen. Ein Händler spricht davon, dass die schlechten Öl- und Gasprognosen für die kommenden Jahre noch belastender als die Abschreibungen sind. Die BASF-Aktie verlor im vorbörslichen Handel 4,3 Prozent im knapp behaupteten Gesamtmarkt.

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