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Binäre Optionen, Binärhandel und die Bedeutung der Steuern

Mit diesem Artikel bieten wir Ihnen eine Einführung in den Umgang mit steuerlichen Grundlagen im Bezug auf den Handel mit binären Optionen. Zusätzlich erhalten Sie wichtige Tipps, die Sie vor den ersten Stolperfallen bewahren.

Wie ist der Binärhandel steuerlich zu bewerten?

Sobald durch eine Tätigkeit Gewinne erzielt werden, fordert das Finanzamt seinen Teil davon ein. Der Binärhandel ist davon nicht ausgeschlossen, denn die erwirtschafteten Gelder müssen ordnungsgemäß steuerlich geltend gemacht werden. Die Schwierigkeit beruht in diesem Fall aber auf der Tatsache, dass es sich bei binären Optionen um ein recht junges Produkt handelt, welches seinen Platz im Gesetz noch nicht gänzlich eingenommen hat. Um eventuellen Fehlern aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich auf jeden Fall, sich bezüglich der Steuern mit einem Fachmann auszutauschen, der neutral und sachlich berät.

Wie wird der Binärhandel eingestuft?

Optionen als Finanzprodukt, sind schon seit vielen jahren ein fester Bestandteil des Finanzmarktes und werden an der Börse über Broker gehandelt. Binäre Optionen sind von der Struktur her ähnlich aufgebaut und daher liegt es nahe, dass diese vom Finanzamt in Sachen Steuerlast wie die bekannten Optionen gehandhabt werden. Trotzdem bleibt immer noch die Frage:

Geht es hier um Wettgewinne? Ja oder nein?

Das Glücksspiel war über eine lange Zeit im Onlinebereich in Deutschland verboten. Lotto, Sportwetten und Casinoplattformen sind erst seit einigen Jahren erlaubt und somit legal. Nun stellt sich dem Anwender die Frage, ob binäre Optionen, die ja von Insidern auch gerne als Finanzwette bezeichnet werden, denselben Regeln unterliegen und somit als Glücksspiel bewertet werden. Im Glücksspielvertrag findet man keine Angaben hierüber, wodurch man unter Betrachtung der aktuellen Gesetzeslage zu dem Schluss kommt, dass es sich beim Binärhandel nicht um ein Glücksspiel handelt, bis der Gesetzgeber zu einer einheitlichen Rechtssprechung kommt und sich für einen Weg entscheidet.

Als Gegenargument könnte man noch anmerken, dass viele Finanzprodukte als Glücksspiel bezeichnet werden könnten, da sich kaum eine Kombination auf dem Finanzmarkt finden lässt, die ohne eine gewisse Portion Glück und Zufall auskommt. Trotzdem werden die meisten dieser Angebote ebenfalls nicht dem Glücksspiel zugeordnet, weshalb man akzeptieren muss, dass der Binärhandel weder von der juristischen Seite, noch von der steuerrechtlichen Seite her als Glücksspiel bezeichnet werden kann.

Erwirtschaft man einen Gewinn mit digitalen Optionen und würde dieser als Ertrag aus einem Gewinnspiel eingestuft, so würde nach dem aktuellen Recht keine Steuer zu zahlen sein. Der Gewinn wäre steuerfrei. Nur die Erträge, die man erzielt, wenn man den Gewinn reinvestiert, wären dann steuerlich geltend zu machen. Kommen wir also zu der nächsten Grundsatzfrage:

Handelt es sich um ein Termingeschäft oder nicht?

Bei den binären Optionen handelt es sich um eine Sonderform der bekannten Optionen. Diese werden grundsätzlich als ein sogenanntes Termingeschäft eingestuft, worauf man Steuern bezahlen muss. Die Abgeltungssteuer beträgt derzeit ca. 26,4 Prozent und tritt sofort in Kraft. Um das Steuerpaket zu vervollständigen, müssen noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer bezahlt werden. Jetzt stehen dem Anleger zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Wickelt man den Binärhandel direkt über eine Bank ab, so wird diese die Abgeltungssteuer gleich einbehalten und entsprechend an das Finanzamt weiterleiten. Es müssen keine weiteren steuerlichen Aktivitäten durchgeführt werden. Handelt man die Optionen allerdings über einen Broker, so muss man die Steuern in Eigenverantwortung zahlen und für eine stets einwandfreie Versteuerung sorgen.

Derzeit gehen wir also davon aus, dass der Binärhandel, so wie andere Optionen es ebenfalls tun, der Abgeltungssteuer unterzogen wird. Handelt eine Bank mit Produkten aus diesem Segment, so ist sie für die korrekte Berechnung der Steuern verantwortlich und muss diese für den Anleger abführen. Damit erreichen wir eine weitere Frage:

Ist der Binärhandel ein Spekulationsgeschäft?

Würde ein Ertrag aus dem Binärhandel als Spekulationsgeschäft gewertet, unterläge er den steuerlichen Vorschriften des Einkommenssteuergesetzes. Da eine Bank allerdings dafür sorgt, dass alle Steuern bereits unmittelbar nach der Gewinnermittlung abgeführt werden, würde sich nach einer weiteren Berechnung der Steuerlast im Bezug auf die Einkommenssteuer eine doppelt Besteuerung ergeben. Daher behandelt man die binäre Option als Termingschäft, wodurch sie ganz eindeutig unter die Regeln der Abgeltungssteuer fällt.

Binärhandel über einen Broker – Was muss man bei den Steuern beachten?

Handelt man die binären Optionen über einen Broker, sieht der Sachverhalt gänzlich anders aus. Dieser behält die Abgeltungssteuer nicht ein, sondern zahlt alles an den Anleger aus. Besonders im Onlinehandel von Optionen gestaltet sich die Zusammenarbeit oft so, dass die Plattform ihren Sitz im Ausland hat und aus diesem Grund das deutsche Steuerrecht nicht greift. In diesem Fall muss der Anleger die Abgeltungssteuer am Ende des Jahres mit der üblichen Steuererklärung geltend machen. Hier tritt das Prinzip des Günstigeren in Kraft. Gestaltet sich der eigene Einkommenssteuersatz so, dass er unter dem Abgeltungssteuersatz liegt, errechnet das Finanzamt die Steuern nach dem geringeren Satz.

Im Moment ist die Situation noch so, dass man Verluste aus Finanzanlagen mit den Zinsen und den Erträgen verrechnen kann. Steuerlich vorteilhaft ist dies, wenn der Anlager bereits über ein gutes Einkommen verfügt und mit einem hohen Steuersatz abgerechnet wird. Leider muss erwähnt werden, dass zahlreiche Parteien bereits daran arbeiten, dass die Versteuerung von Gewinnen aus Kapitalanlagen drastisch verändert werden soll. Dies geschieht natürlich nicht zugunsten des Anlegers, sondern dieser muss langfristig gesehen mit einer Erhöhung der Steuern rechnen.

Binärhandel mit Broker im Inland oder im Ausland?

Broker gibt es inzwischen zahlreich auf dem Finanzmarkt, über die der sogenannte Trader seine Geschäfte abwickelt. Durch die hohe Masse ist es unabänderbar, dass einige der Dienstleister keinen Firmensitz in Deutschland haben. Der Vorteil für den Anleger besteht darin, dass er durch den Binärhandel große Einkünfte erzielen kann, die ohne Abzug von Steuern an ihn ausbezahlt werden. Dadurch bewahrt er sich ein hohes Maß an Liquidität und braucht die Gewinne erst am Ende des Jahres mit der Einkommenssteuererklärung zu versteuern. Es muss auf jeden Fall Vorsorge getroffen werden, dass im Fall eines Bescheides vom Finanzamt die gesamte Summe auch verfügbar ist.

Viele Fragen bezüglich der Versteuerung im Binärhandel sind derzeit noch offen. Rechtsverbindliche Auskünfte können nur mit großer Mühe gegeben werden und sollten auf jeden Fall mit einem Experten besprochen werden, der sich mit dem deutschen Steuerrecht auskennt. Dieser kann weitere Informationen über die korrekte Vorgehensweise vermitteln, damit die Steuern ordnungsgemäß abgeführt werden können.

Welche Tipps sollte man beachten, bevor man in den Binärhandel einsteigt?

Vor dem Einstieg in den Binärhandel ist es zwingend erforderlich, dass man sich über die vielen verschiedenen Möglichkeiten informiert. Möchte man über eine Bank, oder doch lieber über einen unabhängigen Broker handeln? Entscheidet man sich für ein Unternehmen in Deutschland, oder doch lieber im Ausland? Bevor ein Standard im deutschen Steuerrecht entwickelt werden kann, wird noch etwas Zeit verstreichen und daher ist man weitestgehend auf sich selbst gestellt.

Hier die wichtigsten Tipps in Kurzform:

1. Betreibt man Binärhandel über eine Bank, wird diese die Steuern direkt an das Finanzamz abführen 2. Handelt man die binären Optionen über einen Broker, erhält man den gesamten Gewinn und muss selbst für die Abfuhr der Steuer sorgen. 3. Der Binärhandel über einen Broker hat den Vorteil, dass man jeweils über große Mengen Liquidität verfügen und somit weiterinvestieren kann. 4. Die Steuern kommen ganz bestimmt. Das Geld für die Begleichung der Steuerschuld muss am Ende des Jahres verfügbar sein. 5. Im Falle eines Zweifels sollte immer ein Experte herangezogen werden, der umfassend und unabhängig berät 6. Liegt der Einkommenssteuersatz unter dem Satz der Abgeltungssteuer, werden die Steuern aus den Gewinnen mit dem niedrigeren Satz berechnet. 7. Binäre Optionen sind eine Sonderform der bekannten Optionen, werden aber ähnlich behandelt 8. Binäre Optionen werden über Banken und Broker gehandelt

Achtet man bei dem Handel mit binären Optionen auf die Einhaltung dieser Tipps, kann man sich auf die gewinnbringende Anlage des Vermögens konzentrieren, um die gewünschten Erträge zu erzielen. Binöre Optionen bergen ein großes Potenzial, innerhalb kurzer Zeit eine sehr große Rendite zu erzielen. Hat man die daraus entstehende Steuerlast stets im Blick, steht einem erfolgreichen Investment nichts mehr im Weg.

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