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Binäre Optionen und ihre steuerliche Behandlung

Einsteiger, die sich für den Handel mit Binären Optionen entschieden haben, kommen irgendwann zu dem Punkt, an dem sie sich fragen (müssen), wie ihre Gewinne aus steuerrechtlichen Gesichtspunkten zu betrachten sind. Die Vielfalt an rechtlichen Vorschriften lässt die Trader von Zeit zu Zeit geradezu verzweifeln. Denn nicht nur die bereits bestehenden Gesetze, auch die Rechtsprechung der Finanzgerichte ist bei der endgültigen Klassifizierung heranzuziehen. Um Fehler im Voraus zu vermeiden, macht es in jedem Fall Sinn, sich bei einem versierten Steuerberater Hilfe zu suchen.

Die steuerliche Praxis

Klar ist: Aus Erfahrungen im Finanz- und Derivatehandel ist bekannt, dass in dieser Form erzielte Gewinne in jedem Fall zu versteuern sind. Die Tatsache, dass es sich bei Binären Optionen um ein relativ junges Trading-System handelt, macht die steuerliche Behandlungsweise nicht einfacher. Kurz: Das deutsche Steuerrecht ist auf dieses moderne Finanzinstrument in keinster Weise vollständig eingestellt. Die bestehenden Lücken in der Gesetzgebung führen immer wieder zu gerichtlicher Inanspruchnahme durch die Trader. Deren Urteile machen die Versteuerung von Gewinnen aus Binären Optionen jedoch unübersichtlicher. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt steht auch noch die Versteuerung von Verlusten im Raum. Mit diesem Thema befassen sich derzeit einige Finanzgerichte, die Urteile – die sie sprechen – werden schon dringend erwartet. Denn der Handel mit Binären Optionen floriert und findet immer mehr Anhänger. Zieht der Trader nun die allgemein gültigen Steuervorschriften heran, so kann er in einem Jahr 801,00 € Gewinne steuerfrei erhalten. Die darüber hinaus gehenden Beträge unterliegen der Besteuerung. Trader sollten sich – aus steuerrechtlicher Sicht – am besten direkt für einen Online Broker entscheiden, der seinen Sitz in Deutschland hat. Diese sind verpflichtet die Steuern bereits selbst an die Finanzbehörde abzuführen. So hat der Trader nahezu keine „Arbeit“ mit der Versteuerung und Abführung seiner Gewinne, weil dies der Online Broker für ihn übernimmt. Befindet sich der Online Broker nicht im Geltungsbereich des deutschen Steuerrechts, dann wird er seinen Tradern die Gewinne vollständig auszahlen. Die Versteuerung der Gewinne obliegt dann aber ganz allein dem Trader. In der Praxis muss der Trader seiner Einkommensteuererklärung die Anlage KAP beifügen. Auf ihr sind alle Einnahmen aus dem Handel mit Binären Optionen einzutragen, sofern sie den Freibetrag von 801,00 € jährlich übersteigen. Die letztliche Steuerbelastung wird dann natürlich durch das Finanzamt berechnet. In dieser Kombination ist es praktischerweise auch möglich, dass Steuererstattungen aus der Einkommensteuer mit einer eventuellen Steuerschuld aus dem Binären Optionsgeschäft zur Verrechnung kommen und letztlich keine Zahlung mehr zu leisten ist. Dies ist jedoch immer abhängig von der finanziellen Gesamtsituation des einzelnen Traders.

Tipps und Tricks

  • Trader haben die Möglichkeit, ihre Gewinne über das anzumeldende Steuerjahr hinaus auf dem Online Konto zu belassen, so können die Gewinne quasi auf mehrere Steuerjahre verteilt werden und die Steuerlast sinkt.
  • Ist mit einer Steuerschuld im Rahmen des Optionshandels zu rechnen, sollten die Trader ihre Einkommensteuererklärung mit so vielen steuerlich relevanten Kostenpositionen bestücken, wie möglich. Diese senken die gesamte steuerliche Belastung.
  • Fazit

    Eine Versteuerung der Gewinne aus dem Binären Optionshandel muss unbedingt vorgenommen werden, sofern der aktuelle Freibetrag überschritten wird. Um Fehler zu vermeiden, sollten sich die Trader zumindest bei ihren ersten Gehversuchen im Steuerrecht beraten lassen.

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