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Binärhandel und die Abgeltungssteuer

Wie geht man im Binärhandel mit der Abgeltungssteuer um?

Für einen Trader besteht ein großer Reiz darin, die erzielten Erträge gleich wieder zu reinvestieren und sie damit direkt nach der Gutschrift auf seinem Traderkonto, für den weiteren Handel mit gewinnversprechenden Optionen zu verwenden. Experten raten allerdings zur Vorsicht, denn ganz so einfach ist das Handling mit Gewinnen und binären Optionen nicht. Die Abgeltungssteuer hängt wie ein Damokles Schwert über der freudigen Aussicht, weitere große Erträge zu erzielen. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Binärhandel auf jeden Fall achten sollten, damit Ihnen das Finanzamt nicht zu einer Stolperfalle wird.

Der deutsche Fiskus und die Abgeltungssteuer

Auf alle Kapitaleinkünfte wird vom deutschen Fiskus eine Steuer erhoben. Dies gilt auch für Erträge aus dem Binärhandel. Ein erfahrerner Trader könnten diesen Hinweis als Überflüssig erachten, doch besondern bei Einsteigern, hat sich diese Tatsache oftmals nicht ins Bewusstsein gesetzt. Das Risiko ist hoch, denn wer sich nicht frühzeitig mit diesem Thema beschäftigt läuft Gefahr, dass er am Ende eines Jahres mit hohen Nachzahlungen an das Finanzamt zu kämpfen hat, die er eventuell dann wegen einem Mangel an Liquidität nicht erbringen kann. Um diesem Sachverhalt frühzeitig vorzubeugen, sollte man sich genau informieren, welche Dinge man beachten muss. Wir geben Ihnen mit diesem Artikel zahlreiche Tipps, wie die verschiedenen Modell im Binärhandel steuerlich zu bewerten sind.

Binärhandel wird nicht als Glücksspiel bewertet

Neueinsteiger kommen immer wieder zu der Ansicht, dass Erträge aus dem Binärhandel mit Gewinnen aus Glücksspielen gleichzusetzen sind. Wäre dies der Fall, bräuchte man keine Abgaben an das Finanzamt zu leisten, da Gewinnspielerträge in Deutschland steuerfrei sind. Der Gesetzgeber sieht hier allerdings eine ganz andere Betrachtungsweise als sinnvoll. Man stuft die erzielten Erträge so ein, wie die Gewinne aus Aktien, Tagesgeldkonten und vielen weiteren Finanzanlagemodellen, von denen es eine große Auswahl gibt. Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag sagt nichts über binäre Optionen aus und stellt sie somit nicht auf eine Ebene mit Lotto, Toto und Sportwetten.

Ausländische Broker führen beim Binärhandel keine Abgeltungssteuer ab

Das Ergebnis aus diesem Sachverhalt: Trader müssen Gewinnen eigenständig beim jeweiligen Finanzamt anmelden und geltend machen. Auf welchem Weg dies durchgeführt werden muss, hängt vom Standort des Brokers ab, mit dem man als Trader zusammenarbeitet. Die ortsbezogene Gesetzeslage regelt die Abläufe. Eine internationale Richtlinie auf einheitlicher Ebene gibt es in der EU nicht.

Befindet sich der Broker, ein Finanzdienstleister oder eine Bank in Deutschland, so wird die Abfuhr der Abgeltungssteuer direkt an das Finanzamt vorgenommen. Dies erleichtert den Binärhandel besonders für Einsteiger. Gewinnen werden automatisch versteuert und gelangen dann nur in steuerrechtlicher Konformität auf das Konto des Traders bzw. Anlegers. Dies macht deutlich, wie wichtig die Heimatadresse des Brokers im Bezug auf den Binärhandel und die Abgeltungssteuer ist.

Selbst die Abgeltungssteuer anmelden und dann weiter investieren

Nutzt man als Trader eine ausländische Handelsplattform, ist man also gezwungen, die Steuermeldung eigenständig zu erstellen. Welche Form des Binärhandel nun am besten geeignet ist, also die Eigenverantwortliche, oder die über eine Bank, kann man pauschal nicht beantworten. Fakt ist, dass gerade Neueinsteiger, die sich mit steuerlichen Gegebenheiten nicht so gut auskennen, schnell ins Schleudern geraten, wenn Sie Leistungen an das Finanzamt zu erbringen haben, die sie eventuell schon lange Zeit zuvor erwirtschaftet haben.

Handelt man mit Optionen und ist erfahren, so lässt man die Einkommenssteuererklärung von einem Steuerberater oder Fachmann anfertigen. Dies verhindert Ungereimtheiten und man kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Doch auch wenn man die Steuererklärung selbst anfertigt, braucht man sich keine Sorgen zu machen, denn die Hauptsache ist: Man zahlt die Abgeltungssteuer.

Welche Vorgehensweise im Binärhandel die richtige ist, lässt sich nur schwer sagen, da man hier individuell entscheiden muss, welches Modell am besten zu einem selbst passt. Ob der Sitz des Brokers sich im Ausland oder im Inland befindet, darf jedoch kein Kriterium im Binärhandel sein, denn auf diese Weise ließe man sich so manch gutes Geschäft entgehen.

Wann muss ein Trader im Binärhandel seine Steuern zahlen?

Bei deutschen Brokern und Banken ist der Sachverhalt eindeutig. Sobald ein Geschäft abgeschlossen ist, wird der Steueranteil an das Finanzamt abgeführt und alles ist damit erledigt. Nutzt man allerdings die Dienstleistung eines ausländischen Brokers, kann der abzuführende Betrag erst dann bestimmt werden, wenn die Steuererklärung entsprechend geprüft wurde. Wer hier nicht ein wachsames Auge auf die jeweils entstehenden Steuerschulden hält und den Ertrag sofort wieder in neue Optionen investiert, kann schnell eine Überraschung erleben, wenn der Bescheid vom Finanzamt ins Haus flattert.

Andererseits werden professionelle Trader damit argumentieren, dass man sich auf diese Weise einen großen Anteil Liquidität bewahrt, der ansonsten sofort an den Fiskus fließen würde. Wichtig ist, dass man als Trader im Binärhandel eventuell anfallende Verluste ebenso direkt geltend machen und mit der durch zukünftige Gewinne enstehenden Steuerlast verrechnen kann. Kapitalerträge, auch im negativen Bereich, können also dabei helfen, dei Steuerlast zu senken.

Ist man als Trader tätig, sollte man die Kapitaleinkünfte immer über das Zusatzformular KAP bei der Steuererklärung angeben. Das Formular lässt sich inzwischen ohne große Mühe über die Onlineauftritte der Finanzämter herunterladen. Dies vereinfacht den Ablauf und sorgt für eine schnellere Bearbeitung der Abgeltungssteuer.

Wie hoch ist die Abgeltungssteuer im Binärhandel?

Kapitalanlagen wurden lange Zeit in Deutschland anhand des persönlichen Steuersatzes berechnet. 2009 kam die Wende und die Pauschalbesteuerung mit 25 Prozent wurde eingeführt. Die Abgeltungssteuer war geboren. Alle Trader, die früher sehr geringe Prozentsätze zahlen mussten, zahlten ab diesem Zeitpunkt drauf. War der Satz früher allerdings höher, konnte jetzt deutlich günstiger gehandelt werden. Zur Abgeltungssteuer kommt der Solidaritätszuschlag mit 5,5% und die Kirchensteuer hinzu, die je nach Land mit 8,5 bzw. 9,5 % veranschlagt wird.

Kann man Verluste im Binärhandel geltend machen?

Trader müssen sich bewusst machen, dass nur derjenige Steuern bezahlt, der auch entsprechende Gewinne einfährt. Steuerschulden sind also ein Beweis dafür, dass man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Blieb der Erfolg aus und entsteht daher keine Steuerschuld, sollte man sich Gedanken über eine neue Strategie im Binärhandel machen. Um sich nicht einer unnötigen Schätzung seitens des Fiskus auszusetzen, sollten die Kontoauszüge dem Antrag auf jeden Fall vollständig beigefügt werden. Der Sachbearbeiter beim Finanzamt kann auf diese Weise den Gewinn und den Verlust präzise berechnen und den Bescheid für den Trader erstellen.

Auch wenn der Reiz sehr groß ist, bringt es überhaupt keinen Vorteil, eventuelle Gewinne vor dem Finanzamt zu verschweigen, um die Abgeltungssteuer einzusparen. Selbst wenn es sich nur um kleine Beträge handelt, besteht hier eine handfeste Steuerhinterziehung, die in Deutschland auf gar keinen Fall als Kavaliersdelikt gesehen wird. Die deutschen Steuerbehörden können sich zwar nur in einem gewissen Rahmen mit den Instanzen im Ausland verständigen, doch sobald Beträge auf dem Kontoauszug zu finden sind, die nicht in der Steuererklärung auftauchen, kommt es schnell zu Schwierigkeiten und MIssverständnissen. Wird ein Steuerhinterzug aufgedeckt, kommt es natürlich zu einer Nachzahlung und zu einem erheblichen Bußgeld. Weiterhin kann dieses Delikt auch ein juristisches Nachspiel für den Trader haben, da Steuersünder im Focus der Steuerfahnder liegen. Das Geld, welches man durch die Nichtanmeldung spart, ist in den meisten Fällen deutlich weniger als das zu erwartende Bußgeld.

Die rechtlichen Konsequenzen können noch gravierender sein. Je nachdem, wie viele Steuern hinterzogen wurden, kann es bei einem Bekanntwerden auch zu einer Haftstrafe kommen. Am besten ist, wenn man es gar nicht erst so weit kommen lässt und seine Steuern, die durch den Handel mit Optionen enstanden sind, regelmäßig bezahlt.

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