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Dementi über Stellenstreichungen bei VW – trotzdem steigt die Aktie

Laut eines Medienberichts soll der verschärfte Sparkurs beim größten deutschen Autobauer VW seinen Tribut fordern – 10.000 Stellen sollen ihm zum Opfer fallen. Der VW-Konzern dementierte diese Meldungen, er teilte mit, dass er fest zu seiner Stammbelegschaft stehe.

Konzern verlängert Verträge von Leiharbeitern

Für das Werk in Baunatal, Landkreis Kassel, verlängerte VW die Verträge von 900 Leiharbeitnehmern um ein halbes Jahr; die Verträge sollten zum Juni dieses Jahres auslaufen. Es ist für VW gegenwärtig allerdings nicht möglich, den Leiharbeitern eine längere Perspektive als ein halbes Jahr zu bieten, mitverantwortlich dafür ist die Planungsunsicherheit aufgrund des Abgasskandals.

Sparkurs bei VW gefordert

Das Manager Magazin berichtete darüber, dass der neue Markenchef von VW, Herbert Diess, den Sparkurs verschärfen wolle, um der Rendite der Pkw-Kernmarke wieder auf die Sprünge zu helfen. Diess sprach von

  • Effizienzsteigerung im angefangenen Jahr um 10 Prozent
  • Verschärfung von Sparbemühungen
  • keine Weiterbeschäftigung von 7.000 Leiharbeitskräften

Diess wies darauf hin, dass es nicht ausreichen würde, die 7.000 Leiharbeitskräfte nicht mehr weiter zu beschäftigen; laut einem Bericht im Manager Magazin war die Rede davon, dass mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr wären. Auf Anfrage von Dow Jones Newswires wies ein Sprecher des VW-Konzerns diese Meldung zurück; er sagte, dass VW fest zu seiner eigenen Stammbelegschaft stehe, doch machte er keine Angaben zur Verschärfung der Sparbemühungen mit anderen Mitteln. VW-Markenchef Diess kündigte bereits im Oktober ein erweitertes Sparprogramm an, um auch die Fixkosten zu senken, doch nannte er kein konkretes Sparziel.

Kernmarke des VW-Konzerns steht unter Druck

Die Kernmarke des VW-Konzerns steht schon seit längerer Zeit unter Druck, nicht erst seit Bekanntwerden der Abgasmanipulationen:

  • operative Rendite 2014 im Massengeschäft von 2,9 auf 2,5 Prozent gesunken
  • niedrigere Gewinnspanne bei Kernmarke VW als bei der Premiummarke Audi
  • geringere Marge im Branchenvergleich

Schon zum wiederholten Mal ist die operative Rendite bei VW im Massengeschäft geschrumpft.

Verbesserung der Marge der Kernmarke als Ziel

Bereits unter dem früheren Konzernchef Martin Winterkorn hatte sich VW eine Steigerung der Marge der Kernmarke bis 2018 auf 6 Prozent als Ziel gesetzt. Wie das Manager Magazin berichtet, stützt der neue Konzernchef Matthias Müller den von Diess geforderten Sparkurs vor diesem Hintergrund. Die VW-Aktie zeigte einen Aufwärtstrend. Die Vorzugsaktie stieg am vergangenen Donnerstag auch nach dem Dementi im Xetra-Handel um mehr als 3 Prozent.

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