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Der berühmte „Blick über den Tellerrand“

Diesmal soll uns der Rundumblick in unbekanntere Gefilde verschlagen. Wie sieht es eigentlich in anderen Ländern, beispielsweise in Russland, mit dem Binären Optionshandel aus? Hat er auch dort bereits Einzug in die Finanzgeschäfte der oberen Zehntausend oder beivdenen, die es sich zutrauen, gefunden? Die Antwort heißt klar: Ja. Jedoch scheint es bei der Realisierung des Handels mit Binären Optionen auf russischem Boden einige Probleme zu geben.

Das allseits leidige Thema: Glücksspiel oder nicht?

Russland setzt den Handel Binärer Optionen rein rechtlich mit einem Glücksspiel gleich. Es unterscheidet nicht, zwischen realistischen Hintergründen und subjektiver Wahrnehmung über den Zweck des Handelns. Auch wird der Handel mit Binären Optionen von keinerlei rechtlichen Grundlagen abgedeckt, er ist damit dem Recht als solchen völlig unbekannt und kann mit keiner Gesetzesgrundlage in Verbindung gebracht werden. In Anbetracht der Tatsache, dass am russischen Markt dennoch mit wachsender Zahl Online Broker aus dem Boden schießen, sieht sich nunmehr die „Bank von Russland“ als Regulator in der Pflicht, hier Aufklärung zu leisten. Weil es jedoch an jeglichen Definitionsgrundlagen fehlt, wird der Binäre Optionshandel als ein Glücksspiel angesehen. Glücksspiele unterliegen in Russland einer äußerst strengen Regulierung und Überwachung. Es existieren besondere Bereiche, in denen Glücksspiele erlaubt sind. Handelsaktivitäten, die sich außerhalb dieser Zonen befinden, sind strengstens verboten – denn hier gilt: Was der Staat nicht selbst organisiert, ist untersagt. Der versteckte Handel mit Binären Optionen soll eben außerhalb dieser vorgegebenen, regulierten Bereiche liegen.

Die Hintergründe

Die Russische Zentralbank als Regulator hat dabei eine bestimmte Geschäftspraxis einiger Online Broker im Visier. Offiziell geben sich die Online Broker nicht eindeutig als solche zu erknen, weil es schlicht an einer rechtlichen Existenzerlaubnis fehlt. Dies führte offensichtlich dazu, dass Tradern die Möglichkeit gegeben wird, über einen visualisierten Spielautomaten Wetten auf bestimmte Basiswerte abzugeben, so die russische Zeitung „Kommersant“. Es soll bei den durchzuführenden Überprüfungen klargestellt werden, ob die in Rede stehenden Online Broker tatsächlich vorgeben, wie Casinos zu agieren. Zwischen den rechtlichen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines

  • Casinos und
  • dem Handel mit Binären Optionen
  • bestehen nach russischem Recht kaum eindeutige Schnittpunkte. Es wird vermutet, dass die Online Broker mittels der Spielautomaten vertuschen wollen, mit Binären Optionen zu handeln und so ein Schlupfloch im Gesetzesdschungel zu finden, der ihren Handel rechtmäßig erscheinen lässt.

    Das Fazit

    In der Gesamtschau betrachtet, kann von hier aus natürlich nicht nachvollzogen werden, ob sich die Gründer der Online Broker hier etwas haben einfallen lassen, um am russischen Gesetz vorbei ihren Handel mit Binären Optionen anzubieten. In den übrigen Teilen der Welt haben jedoch die Finanzbehörden bereits erkannt, dass es sich hier definitiv nicht um ein reines Glücksspiel im Wortsinne handelt, sondern um einen seriösen Derivatehandel. Und der Handel boomt. Für Russland könnte die „Legalisierung“ des Binären Optionshandels ein echter Gewinn sein und die Wirtschaft ankurbeln. Hierzu müssten die Verantwortlichen sich jedoch etwas Zeit nehmen und eine Reihe an gesetzlichen Grundlagen schaffen, die das Handeln mit Binären Optionen möglich machen und eine ganz klare Abgrenzung von der Definition eines „Casinos“ zulassen. Dann könnte auch das flächenmäßig größte Land der Erde aus diesem attraktiven Derivatehandel profitieren.

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