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Die Entscheidung der EZB und die Folgen

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, gab am Donnerstag seine Entscheidung bekannt, auf eine Erhöhung der monatlichen Anleihekäufe zu verzichten. Das hat Folgen für den DAX, der dadurch in die Tiefe gerutscht ist, sowie für den Aktienmarkt. Die meisten Aktien sind Verlierer dieser Entscheidung.

Einbruch des DAX

Für den Aktienmarkt war die Entscheidung von EZB-Präsident Mario Draghi, die monatlichen Anleihekäufe nicht zu erhöhen, eine Enttäuschung. Der DAX erlitt einen Einbruch von mehr als drei Prozent und rutschte unter die Marke von 11.000 Punkten. Die Verluste gingen am Nachmittag etwas zurück, insgesamt schloss der deutsche Leitindex mit einem Minus von 3,6 Prozent und 10.789 Punkten. Der Euro war ein klarer Gewinner dieser Entscheidung, er stieg auf knapp 1,09 Dollar. Mario Draghi hat entschieden,

  • die monatlichen Anleihekäufe bei 60 Milliarden Euro zu belassen
  • Kaufprogramm um sechs Monate bis März 2017 zu verlängern
  • Inflationserwartungen für 2016 und 2017 zu senken
  • Die Euro-Notenbank bleibt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die EZB hat entschieden, den Einlagesatz um 10 Basispunkte auf minus 0,30 Prozent zu senken, doch wurde am Markt mit einer Senkung um 15 bis 20 Basispunkte gerechnet.

    Ernüchterung auch bei der US-Notenbank Fed

    Auch die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, sorgte für Ernüchterung, da sie bekanntgab, dass die Zentralbank ihre Geldpolitik wahrscheinlich straffen werde. Angesichts der Konjunktur gab sie sich optimistisch. Im Dezember wird die Fed wahrscheinlich die Leitzinsen erstmals seit ungefähr einem Jahrzehnt anheben. Die Entscheidungen der EZB-Sitzung wirken sich auf die Zinsspekulationen der USA aus, weitere Auswirkungen wird die Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten für den November am heutigen Freitag in den USA haben.

    Gewinner und Verlierer im DAX

    Nicht nur der DAX, sondern auch der MDAX und der TecDAX mussten Verluste hinnehmen, die Verluste gestalten sich folgendermaßen:

  • DAX minus 3,6 Prozent auf 10.789 Punkte
  • MDAX minus 2,5 Prozent auf 20.851 Punkte
  • TecDAX minus 2,0 Prozent auf 1.837 Punkte
  • Euro-Stoxx-50 minus 3,3 Prozent auf 3.355 Punkte
  • Der TecDAX verzeichnete zuvor mit 1.887 Zählern ein neues Allzeithoch. Im DAX gab es am Ende keine Gewinner mehr; verhältnismäßig geringe Verluste waren bei

  • Eon mit 0,3 Prozent
  • Linde mit 0,4 Prozent
  • Lufthansa mit 1,5 Prozent
  • zu verzeichnen. Der einzige Gewinner ist Zalando im MDAX mit einem Anstieg um 1,7 Prozent.

    Auswirkungen auf USA und Asien

    Die Wall Street ging am Donnerstag mit Kursverlusten aus dem Handel, der Dow-Jones verlor 1,4 Prozent und sank auf 17.447 Punkte. Ein Minus von 1,4 Prozent war auch beim S&P 500 zu verzeichnen, er schloss mit 2.049 Zählern, der Nasdaq-Index sank um 1,7 Prozent auf 5.037 Zähler. An den Aktienmärkten in Asien trübten die Erwartungen einer Zinsanhebung der Fed die Stimmung; US-Notenbankchefin Yellen deutete auf eine Zinserhöhung im Dezember hin, nannte aber keinen genauen Termin. Hauptursache für die hohen Aktienkurse sind die aktuellen Niedrigzinsen. Der Leitindex Nikkei blieb mit 19.939 Zählern nahezu unverändert, der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außer Japan verlor 0,5 Prozent, während die chinesische Leitbörse in Shanghai 1,4 Prozent gewann.

    Erholung beim Ölpreis

    Am Mittwoch hatte der Ölpreis seinen niedrigsten Stand seit drei Monaten erreicht, nun erholt er sich leicht, der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 1,29 Cent auf 41,23 Dollar, auch bei der Sorte Brent war ein Anstieg zu beobachten, der Preis stieg um 1,49 Dollar auf 43,99 Dollar. Für heute ist in Wien eine Sitzung der Opec anberaumt, dabei wird über Förderkürzungen nachgedacht. Die Staaten der Golfregion erachten die Verringerung der Ölförderquote für nötig, um die Preise stabil zu halten, doch ist die Zustimmung anderer Länder wie Russland, Iran und Irak erforderlich.

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