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Die Kapitalertragssteuer bei Binären Optionen

So wie alle Gewinne aus Finanzgeschäften und reinen Geldanlagen unterliegen auch die Gewinne aus Binären Optionen der Kapitalertragssteuer. Vor einiger Zeit wurde diskutiert, ob es sich dabei um Glücksspiele oder Finanzanlagen handelt. Für Glücksspiele wird eine unterschiedliche Besteuerung vorgenommen, auf Lottogewinne wird keine Steuer erhoben. Da die Regeln sehr komplex sind, lassen sie sich auf Binäre Optionen nur schwer anwenden. Der Gesetzgeber hat sich entschieden, die Binären Optionen als Kapitalanlage zu betrachten.

Die Kapitalertragssteuer auf Gewinne aus Binären Optionen

Für die Besteuerung der Gewinne aus Binären Optionen gelten folgende Grundsätze:

  • deutsche Broker führen die Kapitalertragssteuer auf Gewinne aus Binären Optionen direkt als Quellensteuer ab
  • ausländische Broker führen keine Quellensteuer an den deutschen Staat ab, die Trader müssen ihre Gewinne angeben und Steuern bezahlen
  • innerhalb eines laufenden Jahres können Verluste gegen Gewinne verrechnet werden
  • hochriskante Termingeschäfte, zu denen Binäre Optionen zählen, sind kein privates Glücksspiel
  • Steuersatz aus Jahresgewinn kann maximal bei knapp 28 Prozent liegen

Das Urteil des Bundesfinanzhofs über Binäre Optionen

Im Jahre 1999 fällte der Bundesfinanzhof ein Urteil zu riskanten Termingeschäften. Bei hochriskanten Geschäften an der Börse ist von einer unternehmerischen Entscheidung und Strategie auszugehen. Da es sich auch bei den Binären Optionen um riskante Termingeschäfte handelt, wurde seit deren Einführung im Jahre 2008 kaum über die Art der Besteuerung diskutiert. In den ersten beiden Jahren unterwarf Malta als EU-Mitglied die Broker für Binäre Optionen der Glücksspielsteuer, genauso wie Wettbüros. Deutsche Trader müssen mit der Kapitalertragssteuer rechnen und sie gegebenenfalls in der Steuererklärung angeben und an das Finanzamt abführen.

Die Behandlung der Kapitalertragssteuer

Deutsche Banken erheben auf Zinsgewinne bei Sparbüchern und Festgeldkonten sowie auf Dividendenausschüttungen eine Kapitalertragssteuer, die sie als Quellensteuer direkt und anonym an das Finanzamt abführen. Jährlich können Steuerzahler einen Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro geltend machen und dafür bei einem Geldinstitut, bei dem sie Kapitalerträge erzielen, einen Freistellungsauftrag stellen. Der Freistellungsauftrag kann auch auf mehrere Banken verteilt werden, doch gleichen die Banken diese Meldung unter sich automatisch ab. Hat ein Trader einen Freibetrag bei einer Bank gemeldet, kann er ihn nicht noch einmal beim Trading geltend machen. Das kann aus Versehen passieren, die Banken verrechnen den Freibetrag dann untereinander, bis er schließlich ausgeschöpft ist. Bei einem deutschen Broker wäre die Behandlung der Kapitalertragssteuer auf Binäre Optionen einfach, denn er würde die Steuer vom Gewinn einbehalten und dann an das Finanzamt abführen. Die meisten Broker für Binäre Optionen sind allerdings im Ausland ansässig, daher müssen die Trader die Gewinne aus Binären Optionen in der Steuererklärung angeben. Die Trader erhalten dann eine Zahlungsaufforderung vom Finanzamt. Der Trader muss allerdings nur den Jahresreingewinn angeben, da er Verluste mit den Gewinnen verrechnen kann. Da es sich bei den Binären Optionen um Derivate handelt, ist ein Verlustübertrag in das kommende Jahr nicht möglich. Bei deutschen Brokern müssen Trader lediglich abgleichen, wieviel Geld sie im Laufe eines Jahres auf das Tradingkonto überweisen und welchen Betrag sie auf das Referenzkonto zurücküberweisen. Im Gewinnfall sollten Trader mindestens den Steueranteil auf dem Konto belassen, damit ihn der Broker an das Finanzamt abführen kann. Die bei einem deutschen Broker erzielten Gewinne müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Bei ausländischen Brokern müssen Trader ihre Gewinne nur dann nicht in der Steuererklärung angeben, wenn der Broker mit dem deutschen Fiskus zusammenarbeitet. Bislang liegen solche Fälle allerdings nicht vor.

Die Höhe der Kapitalertragssteuer

Die Kapitalertragssteuer macht pauschal 25 Prozent aus, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer kommen noch hinzu. Abhängig vom Bundesland beträgt die Kirchensteuer acht oder neun Prozent. Es ist allerdings schwierig, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zu berechnen. Abhängig von der Kirchensteuerpflicht liegt die Kapitalertragssteuer in Deutschland zwischen 26,370 und 27,9951 Prozent.

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