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Droht größte Solarpleite der Welt?

Der US-Solarkonzern SunEdison wurde im Sommer 2015 an der Börse noch mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertet. Das ehemals größte Solarunternehmen der Welt steht jetzt Berichten des Wall Street Journal zufolge unmittelbar vor der Pleite. Im frühen US-Handel stürzte die Aktie am Montag um weitere 50 Prozent ab. Was sind die Ursachen für diese Entwicklung und wie sieht es mit den anderen Solarkonzernen aus?

Insolvenzgefahr bei SunEdison bereits im März

Bereits im März nahm die Insolvenzgefahr bei SunEdison stark zu, die Aktie stürzte infolgedessen unter die Marke von einem US-Dollar. Das Papier notiert gegenwärtig nur noch bei 0,25 US-Dollar, eine Pleite scheint nun nicht mehr abwendbar zu sein. Das Wall Street Journal berichtet darüber, dass der Insolvenzantrag nach Chapter 11 des US-amerikanischen Rechts schon vorbereitet sei. Der Solarkonzern versuchte zuletzt, die prekäre Finanzsituation zu entschärfen, indem er Projekte verkaufte und einer teuren Übernahme eine Absage erteilte. Das Unternehmen muss eine Schuldenlast von elf Milliarden US-Dollar bewältigen. SunEdison konnte rasant expandieren, doch war das fast ausschließlich mit Krediten möglich. Jetzt droht das Unternehmen unter der Schuldenlast zusammenzubrechen.

Hohe Schulden auch bei JinkoSolar

Die aktuelle Lage von SunEdison ist kein Einzelschicksal, auch weitere Solarfirmen haben finanzielle Probleme. Die Schulden von JinkoSolar liegen gegenwärtig bei ca. 1,6 Milliarden US-Dollar, doch die Hälfte der Schulden ist bei der Solarpark-Tochter JinkoPower zu verbuchen. Das Unternehmen deckt Solarparks mit einer Gesamtleistung von mehr als einem Gigawatt ab. Der Wert dieser Solarparks wird auf mehr als eine Milliarde Dollar geschätzt. JinkoSolar ist noch weit entfernt von einer Überschuldung, denn das Unternehmen verfügt über liquide Mittel von ungefähr 650 Millionen US-Dollar.

Gute wirtschaftliche Lage bei SolarEdge

Die wirtschaftliche Lage bei SolarEdge ist gut, das Unternehmen ist komplett schuldenfrei. Der Hersteller von Wechselrichtern hat sogar volle Geldspeicher, die liquiden Mittel werden mit 162 Millionen US-Dollar beziffert. Im letzten Quartal 2015 konnte sich der Geldbestand um weitere zwölf Millionen US-Dollar erhöhen.

Kaum Auswirkungen der Pleite

Auf die Unternehmen

  • JinkoSolar
  • SolarEdge

dürfte sich die bevorstehende Pleite des Solar-Riesen SunEdison kaum auswirken. Die Pleite von SunEdison scheint schon seit einigen Wochen unabwendbar. Trotz hoher Schulden kann JinkoSolar noch eine solide Bilanz vorweisen, die wirtschaftliche Lage von SolarEdge ist sogar außerordentlich gut, SolarEdge ist eines der besten Unternehmen der Branche. Es kann sich also lohnen, in Aktien der beiden Unternehmen zu investieren oder längerfristig eine Call-Option auf diese Aktien zu kaufen.

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