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Eine unsichtbare Währung – die D-Mark

„Er nahm die Banknote mit in den Kindergarten, schnitt dort das Motiv der Burg Eltz mit der Schere aus – glücklicherweise großzügig – und klebte die Burg auf ein Blatt Papier, das anschließend weiter bemalt wurde.“ So oder so ähnlich könnte es sich in der Kita abgespielt haben. Der kleine Junge wusste wohl nichts mehr von der D-Mark. Wie auch, denn als er vor vier Jahren geboren wurde, war die D-Mark bereits zehn Jahre Geschichte. Nichts desto trotz sind von ihr noch Milliarden im Umlauf. Wobei das Wort Umlauf die Situation wohl nicht ausreichend gut beschreibt. Eher verhält es sich so, dass in den deutschen Wohnzimmern D-Mark-Scheine und Münzen in Milliardenhöhe schlummern. So richtig trennen mag sich wohl offensichtlich niemand von der verflossenen Währung. Aber mal ehrlich: Hat nicht wirklich jeder von uns mindestens eine D-Mark-Münze in seinem Schrank liegen? Die Bundesbank teilte zuletzt mit, es würden sich noch

  • 168 Millionen D-Mark-Scheine und
  • 24 Milliarden D-Mark-Münzen
  • auf der freien Wildbahn. Dass sich mit dem gehorteten Geld jedoch nichts gewinnen lässt, dürfte bekannt sein. Vielleicht schwingt ja unter den Bürgern allgemein die Hoffnung mit, die D-Mark würde, in Anbetracht der kritischen Situation in der Eurozone, wieder eingeführt. Diese Hoffnung kann allerdings begraben werden. Ob die o. g. Zahlen allerdings das Bild wiedergeben, welches tatsächlich um die gehortete D-Mark schwingt, ist fraglich. Denn in der Vergangenheit kann es durchaus sinnvoll gewesen sein, D-Mark-Münzen einschmelzen zu lassen. Ein Teil von ihnen bestand aus Silber. So hat die gute alte D-Mark sogar noch einen Beitrag zur Preisbildung dieses Edelmetalls geleistet. Wohl aber nicht in dem Maße, wie man es sich gewünscht hätte. Ganz nüchtern betrachtet, dürfte sich ein Großteil der noch fehlenden Währung in Deutschlands Nachbarländern oder Grenzstaaten zu Russland befinden. Ein anderer, nicht unerheblicher Teil könnte theoretisch auch schlicht verschwunden sein. Die Bundesbank wird ihre D-Mark-Konten also in Zukunft nicht mehr ausgeglichen bekommen. An dieser Stelle kann man den Sammlern auch nicht übel nehmen, dass sie eine 20-Pfennig-Münze aufgrund des unattraktiven Wechselkurses nicht in Euro umtauschen möchten.

    Des Traders Augenmerk liegt auf dem Euro

    Mit der D-Mark lässt sich bekanntlich kein Handel mehr treiben. Wohl aber mit dem Euro. Dieser hat in der vergangenen Zeit einen erheblichen Sturz hingelegt. Von dem tiefsten Stand seit 2003 wird gesprochen. Von der EZB kommen in diesem Rahmen Nachrichten, die darüber informieren, dass man groß ins Staatsanleihen-Geschäft einsteigen wolle. Damit soll der Inflations- und Wachstumsschwäche zu Leibe gerückt werden. Trader können sich also wieder darauf einstellen, dass sich beim Eurokurs einiges tut. Aktuell versucht er sich schlicht zu halten. Von einem klaren Aufwärtstrend ist nichts zu sehen. Wer dennoch mit dem Währungspaar EUR/USD traden möchte, sollte auf kurzfristige Optionslaufzeiten zurückgreifen. Weil der Euro momentan versucht, in einer sicheren Stellung zu verharren, lässt sich tagesaktuell nur eine mittlere Volatilität erkennen.

    Auflösung

    Für alle diejenigen, die sich um den 500-D-Mark-Schein aus der Kita Sorgen machten, denen sei gesagt, dass die ausgeschnittene Burg Eltz einige Tage in der Kita ausgestellt wurde und ein paar blickige Eltern den ehemaligen Schein erkannten.

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