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Großintervention der Europäischen Zentralbank am Anleihenmarkt

Möchten Sie mit Binären Optionen erfolgreich handeln, ist es unerlässlich, dass Sie sich regelmäßig über wirtschafts- und finanzpolitische Entscheidungen informieren. So können Sie Zusammenhänge besser erkennen und entsprechend reagieren. Grundsätzlich kommt es auf vorausschauende Entscheidungen an, vor allem, wenn Sie Optionen mit längerer Laufzeit kaufen. Tätigen Sie Ihre Optionen mit sehr kurzer Laufzeit, ist es immer möglich, dass der Kurs kurzfristig schwankt und es nicht zu der von Ihnen vorhergesagten Entwicklung kommt. Kein Kurs entwickelt sich völlig geradlinig. Bei wichtigen politischen Entscheidungen, wie sie beispielsweise von der EZB getroffen werden, ist der Markt stark in Bewegung, die Marktteilnehmer sind nervös. Das Kaufverhalten der Marktteilnehmer wirkt sich stark auf die Kurse aus, so auch die Großintervention, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) gegenwärtig am Anleihenmarkt vorgenommen wird.

Reger Aufkauf von Staatsanleihen von Euroländern durch die EZB

Der rege Aufkauf von Staatsanleihen von Euroländern durch die EZB führt zu den ersten Reaktionen am Markt, die wie gewünscht ausfallen. Trotzdem stehen Analysten dieser Tatsache skeptisch gegenüber. Das Anleihen-Kaufprogramm der EZB umfasst eine Billion Euro und startete am Montag, dem 9. März 2015. Die EZB leitet damit eine neue geldpolitische Ära in Europa ein, der Beginn der Käufe wurde von der EZB auf Twitter bestätigt. An den Kaufaktionen nahmen auch die deutsche Bundesbank sowie die belgischen und die französischen Zentralbanken teil. Von der Österreichischen Notenbank in Wien wurde der erfolgte Start der Käufe und damit der erste abgeschlossene Deal noch nicht bestätigt.

Kauf von Staatsanleihen voraussichtlich bis September 2016

Voraussichtlich bis September 2016 wollen die EZB und die Notenbanken der Länder in jedem Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Wert von ca. 60 Milliarden Euro kaufen. Mit dieser Maßnahme will Mario Draghi, der Präsident der EZB, die Konjunktur im Euro-Raum wieder ankurbeln. Das Geld für dieses Programm wird von der Notenbank selbst geschöpft. Die Inflation hat gegenwärtig einen gefährlich niedrigen Stand erreicht, sie soll mit Hilfe dieser Geldflut wieder an die Zielmarke von ungefähr zwei Prozent herankommen. Die EZB spielt damit die wichtigste Rolle auf dem europäischen Aktienmarkt, das wirkt sich auf die Aktienkurse aus.

Stark gesunkene Renditen

Nach Auskunft eines Händlers wurden deutsche, belgische und französische Bonds an die nationalen Notenbanken verkauft. Schon in den vergangenen Wochen gingen die Renditen der meisten europäischen Staatsanleihen bereits stark zurück, sie sind auf neue Tiefstände gesunken. Genau diese Entwicklung ist das Ziel des Quantitative Easing (QE), wie dieses Programm von Fachleuten bezeichnet wird. Der massenhafte Kauf von Staatspapieren durch die EZB und die nationalen Notenbanken führt zu einem Anstieg der Anleihenkurse und damit verbunden zu einem Absinken der Renditen. Diese Entwicklung drängt Banken, Pensionsfonds und Versicherungen aus den Anlageinstrumenten heraus, denn sie werfen geringere Zinserträge ab. Ziel des Programms ist eine verstärkte Kreditvergabe durch die Banken, das würde der Wirtschaft wieder auf die Sprünge helfen. Auch Investitionen der Banken in die Realwirtschaft sind durch diese Vorgehensweise erwünscht. Die Geldflut soll den Euro schwächen, das kommt Exporteuren zugute.

Erfolgreicher Auftakt des Programms

Der Auftakt des Programms war im Sinne der EZB erfolgreich, denn schon am Montag gaben die Renditen der deutschen und österreichischen Staatspapiere erneut nach. Bei den zehnjährigen österreichischen Staatsanleihen war ein Rückgang der Rendite von ca. 0,5 Prozent auf 0,4 Prozent zu verzeichnen, auch bei den Renditen von spanischen und italienischen Anleihen kam es zu Rückgängen. Im Tagesverlauf gab der Euro gegenüber dem Dollar etwas nach, doch im Großen und Ganzen blieb er stabil.

Keine Alternativen zu diesem Programm

Wie Valentin Hofstätter, Analyst bei der Raiffeisen Bank International, erklärte, ist der Rückgang der Renditen ein eindeutiges Indiz für den Erfolg der EZB mit ihrer Maßnahme. Hofstätter steht dieser Aktion allerdings insgesamt kritisch gegenüber, denn für Banken und Versicherungen gibt es gegenwärtig kaum alternative Investmentmöglichkeiten, auch wenn sie von der EZB aus den Staatsanleihen gedrängt werden. Hofstätter vertritt den Standpunkt, dass die Konjunktur in der Eurozone wieder anziehen wird, doch liegt das nicht an den Interventionen der EZB. Die gegenwärtig gute Konjunktur in den USA, der niedrige Ölpreis und der nachlassende Sparzwang in Südeuropa würden der Wirtschaft mehr helfen als das Programm der EZB.

Kann die EZB das Kaufvolumen erreichen?

In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob das angestrebte Kaufvolumen von der EZB erreicht werden kann. Staatsanleihen sind für die Geschäftsbanken sehr attraktiv, nicht zuletzt aus regulatorischen Gründen. Staatsanleihen stellen entsprechend den Kapitalvorschriften kein Risiko dar, eine Unterlegung mit Eigenkapital ist nicht erforderlich. So risikolos wie Staatsanleihen sind andere Anlageformen nicht. Aufgrund des geringen oder nicht vorhandenen Risikos werden die meisten Banken kaum bereit sein, sich von den Staatsanleihen zu trennen.

Auswirkungen dieser Entscheidung auf Binäre Optionen

Trader, die mit Binären Optionen handeln wollen, sollten sich über die Bewegung am Markt, die durch das Programm der EZB entsteht, bewusst werden. Besonders wichtig ist das für diejenigen, die Optionen auf Aktien, auf Indizes und auf Währungspaare kaufen wollen. Von Bedeutung kann diese Maßnahme auch für Forex-Trader sein, denn sie führt zu Veränderungen der Kursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen. Binäre Optionen sind eine gute Möglichkeit, kurzfristige Verluste beim Forex-Trading aufzufangen.

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