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Indikatoren für Binäre Optionen: Bollinger Bands oder Bollinger Bänder

Die sogenannten Bollinger Bands oder auch Bollinger Bänder wurden in der 80er Jahren des letzten Jahrhunderts von John Bollinger entwickelt. Er wollte als Trader eine Möglichkeit schaffen, Trendkanäle leicht darstellen zu können. Das Prinzip geht aber sehr viel weiter zurück und fußt auf dem Deutschen Carl Friedrich Gauß, der bis 1855 lebte. Er hat als mathematisches Konzept eine Normalverteilungskurve entwickelt, welches die Form einer Glocke hatte. Statistisch findet sich dabei eine Ansammlung von bestimmten Ereignissen im Bereich der Kuppel dieser Glocke statt und je weiter man an die Ränder der Glocke kommt, desto mehr nimmt eine Wahrscheinlichkeit des Eintreffens ab. Dessen hat sich John Bollinger bedient und mathematisch aufgearbeitet, wie das auf Kurse zu übertragen ist. Der Einsatz von Bollinger Bands indiziert, dass der aktuelle Kurs eher gen Mitte der ehemaligen Kurse tendiert, denn zu explosionsartigen Ausbrüchen.

Die Bollinger Bands bedienen sich massiv gleitender Durchschnittswerte. Hierbei ist zunächst ein durchschnittlicher Kurs einer bestimmten Periode eingezeichnet – häufiger werden dazu Zeitabschnitten von 20 Tagen gewählt – und zwei Bänder kreisen dabei den gleitenden Durchschnitt ein, welche nach der gaußschen Standartabweichung errechnet werden. Damit keine Konzentration am gleitenden Durchschnitt als Mittelwert stattfindet, wird mit dem von Bollinger spezifizierten Faktor 2 multipilziert, bevor vom GD-Mittelwert addiert und subtrahiert wird. Damit zeigen die Bollinger Bänder oder Bollingers Bands den arithmetisch gleitenden Durchschnitt nebst einem unteren und einem oberen Band (exit unten, entry oben). Stimmt nun die Annahme von Gauß hinsichtlich der Statistik, bewegen sich demnach Kurse von Werten im Rahmen der Bollinger Bands und nicht darüber oder darunter.

Trends ändern sich oder setzen sich fort? – Die Frage aller Fragen

Geht man nach den Bollinger Bands, den Bollinger Bändern, wird sich ein Kurs dann eher fortsetzen, wenn er in der Mitte der Bollinger verharrt. Geht es aber in Richtung des Randes oder wird der Rand gar durchbrochen, deutet das einen massiven Trendwechsel an. Hier wird der Umschwung nachhaltig indiziert. Laufen das Band des Entry und des Exit zusammen, wird eine nachhaltige Kursbewegung indiziert, bei der aber die Richtung vollkommen unbestimmbar ist. Was bedeutet das für die Binären Optionen? Ganz einfach: Wer den Indikator fest im Fokus hat, ist in der Lage, eine Strategie für die Trendfolge anzuwenden. Wird ein Trend schwächer oder fängt er gar an zu kippen, dienen die Bollinger Bänder als Indikator, der die eigene Strategie des Handels beeinflussen sollte. Marschiert der Kurs in eine bestimmte Richtung, wird sich das in absehbarer Zukunft nicht wirklich ändern. Dadurch lassen sich wunderbar die Trendfolgestrategien ableiten und eine Grundlage für künftige Aktionen schaffen.

War John Bollinger eine Art Börsenseher? Nein, die aktuelle Interpretation der Bollinger Bands, die in den 1990er Jahren ihren Ursprung fanden, waren so von John Bollinger eigentlich nicht beabsichtigt. Seine Intention war in den 80s, dass er festhalten könne, in welchem Rahmen Werte gehandelt werden. Sind die Aktien günstig, im Bereich des Mittelwertes und drum fair oder eher zu hoch? Bollinger wies dazu stets darauf hin, dass die Bandbreite große Bedeutung hat und dafür steht, wann das Signal zum Trading fällt. Doch die anschauliche Darstellungsweise der Bollinger Bänder, die den Kurs deutlich sichtbar einschließen und somit große Rechnerei umgangen wird, macht sie zu einem Tool, welches in quasi jedem Chart auftaucht – und durch die fehlenden Zusatzinformationen nicht selten Fehlinterpretationen generiert. Es wird sogar behauptet, dass die Bollinger Bands in den letzten 20 Jahren dazu führten, dass Depots in Millionengröße gehandelt wurden und das mit der Option auf Fehlinterpretation.

Was bedeuten die Bollinger Bänder als Indikatoren für den Handel mit Binären Optionen?

Fakt ist, Binäre Optionen stehen hoch im Kurs, sind börsen-trendy. Es liegt deutlich auf der Hand, wieso das so ist: Mit überschaubaren Einsätzen lassen sich sehr, sehr hohe Renditen fahren. Dabei kommt die Einfachheit des Handels den Tradern entgegen. Man entscheidet, in welche Richtung geht der Basiswert im Rahmen der fixierten Zeitspanne. Und nein, es handelt sich um das Spiel Börsen-Roulette – Rot oder Schwarz – sondern hier liegen deutliche Indikatoren zugrunde. Um diese Indikatoren zu erkennen, bedarf es eine Analyse der Charts und die werden eben mit den Bollinger Bands komplettiert. Darum wird festgestellt, dass die Bollinger für den Anfänger ein hervorragender Weg sind, Indikatoren für die Binären Optionen zu erkennen. Doch wie erkennt man nun den Trend wirklich?

Aus dem Chart mit den Bollinger Bändern (Bollinger Bands) sollen sich die Entwicklungen der Kurse möglichst ablesen lassen. Dass dies nie zu 100 Prozent möglich ist, da viele Unwegsamkeiten und plötzlich eintretende Ereignisse nicht vorhersehbar sind, sollte klar sein. Und doch dienen Bollinger Bands unwidersprochen als Indikatoren. Faustformel: Je näher zum Beispiel der Kurs von ausgewählten Basiswert in der Nähe eines der beiden Bänder liegt, desto höher liegt die anzunehmende Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs ausbrechen wird – und das eben in entgegengesetzte Richtung des Kurstrends. Dieser Ausbruch muss nicht von langer Dauer sein, das sollte berücksichtigt werden. Findet an einem der beiden Bänder nun eine Plateaubildung statt, verzeichnen wir demnach eine Seitenbewegung, die länger anhält, ist die Wahrscheinlichkeit exorbitant hoch, dass der Trend des Kurses sich komplett umkehren wird. Gerade durch Wiederholungen dieser Plateaubildung steht als Indikator dafür, dass den Trendumkehr kommen wird.

Es gilt stets zu berücksichtigen, dass die Bollinger Bänder dynamisch sind und sich darum nicht auf statischer Ebene zum Durchschnittswert bewegen. Je weiter die Bänder zusammenlaufen, entsteht so ein enger Kanal, steht ein Ausbruch des Kurses zu erwarten. Das Problem dabei ist, dass eine Vorhersage, in welche Richtung der Kurs tendiert, nicht zu treffen ist. Hierbei muss der Trader andere Dinge als Indikatoren zur Richtung heranziehen. So muss das Marktumfeld beobachtet werden, will man den Trend richtig einschätzen. Machen wir es an einem Beispiel fest. Dreht sich um eine Aktie eines Autoherstellers, ist die komplette Industrie unter Beobachtung zu stellen. Sind kommende Absatzzahlen zu erwarten, werden die einen Rückschluss auf die kommende Entwicklung des Basiswertes zu. Steigen die Absatzzahlen massiv an, ist die Kursentwicklung quasi vorprogrammiert.

Sind so Vorhersagen genau möglich? Kritiker der Bollinger Bänder sagen, es lasse sich der Trend nicht präzise genug vorherbestimmen. Doch liegt darin, in dem Restrisiko, welches jeder Trader trägt, nicht auch der Reiz der Börse? Was wäre die Börse ohne Risiko? Bollinger Bands dienen so oder so als Indikatoren für Entwicklungen bei Binären Optionen und sollten darum genutzt werden.

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