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Krisen durch Binäre Optionen?

Der Leverage-Handel hat sich seit einiger Zeit eingebürgert; Entwicklungsländer, in denen der Leverage-Handel bislang nicht angewendet wurde, müssen ihre Einschränkungen für den Leverage-Handel verringern und sich an die internationalen Finanzmärkte anpassen, um ihren Status am Kapitalmarkt zu erhöhen. Der Leverage-Handel ist ein Handel auf Kredit; durch die Investition des Kredits am Kapitalmarkt entsteht eine Hebelwirkung.

Die Bedeutung des Leverage-Handels

Der Leverage-Handel entstand aus Absicherungsgründen und wird zur Sicherheit bei Krediten genutzt. Da sich mit Krediten fast jeder einen gewissen Standard leisten kann, wird die Wirtschaft angekurbelt. Probleme treten auf, wenn viele Kredite nicht zurückgezahlt werden können. Die Finanzkrise im Jahr 2008 ist durch nicht zurückgezahlte Kredite entstanden. Viele Hypothekendarlehen wurden nicht zurückgezahlt, viele Banken wurden dadurch insolvent.

Derivate als Leverage-Produkte

Verspricht ein Segment starke Renditen oder sind wenige renditestarke Alternativen für ein Investitionssegment vorhanden, kommt es zu einer Blasenbildung, die durch Kredite noch gefördert wird. Derivate sind kreditfinanzierte Investitionsprodukte und sind unterschiedlich strukturiert. Bei den Contracts for Difference (CFDs) kann der Broker zur Absicherung echte Aktien kaufen oder verkaufen; im Gegensatz dazu handelt es sich bei Optionen um Derivate auf der Basis von noch nicht abgeschlossenen Geschäften. Bei den Optionen fällt nur eine Margin für die Zahlung an. Im Forex-Handel auf der Basis von Sicherheitsleistungen ergibt sich eine Hebelwirkung. An einem Beispiel soll die Hebelwirkung erläutert werden: Kauft ein Händler CFDs auf Aktien im Wert von 100 Euro, verlangt der Broker eine Sicherheitsleistung von 10 Prozent. Der Käufer der CFDs muss pro Aktie nur 10 Euro zahlen. Bei einem Anstieg der Aktien um 1 Prozent hat der Käufer einen Gewinn von 1 Prozent gemacht, was auf den Einsatz von 10 Euro bereits 10 Prozent ausmacht. Dieser Leverage-Effekt wird bei Einsätzen im vier- bis fünfstelligen Bereich deutlich, er dominiert immer mehr den Kapitalmarkt. Der Anteil der gehandelten Derivate wächst ständig und hat sich in der Finanzkrise vielfach erhöht.

Wie gefährlich ist der Leverage-Handel für den Kapitalmarkt?

Spekulationen über Derivate überwiegen den echten Handel, dem echte Geschäfte zugrunde liegen sollten. Wenn der Anteil an vorhandenem Gold durch ausstehende Derivatgeschäfte auf Gold überwogen wird, bildet sich eine nicht durch echte Werte gedeckte Blase, während der Anteil ständig wächst. Platzt die Derivateblase und können viele Derivatehändler ihre Sicherheitsleistungen nicht erhöhen, kann das für systemrelevante Banken gefährlich werden.

Die Gefahr von Binären Optionen für den Kapitalmarkt

Im Derivatehandel wird zwischen privatem und institutionellem Handel unterschieden. Der Handel mit Binären Optionen basiert auf dem Margin-Handel und unterliegt dem Leverage-Effekt, doch ist der Anteil am gesamten Derivatemarkt nur sehr gering, sodass es nicht zu großen Verwerfungen am Kapitalmarkt kommen kann. Die Gefahr einer Krise geht zumeist von den großen Instituten aus, die Derivate handeln, die für private Investoren nicht zugänglich sind. Der Kapitalmarkt wird durch

  • Summen abseits der Investitionskraft privater Investoren
  • Blasenbildung aufgrund fehlender Deckung durch Kapital
  • fehlender Bedienung der Sicherheitsleistungen

gefährdet. Binäre Optionen sind zwar Derivate mit Leverage-Effekt, doch bedeuten sie keine Gefahr für den Kapitalmarkt. Die Handelsaktivität ist gering, da Binäre Optionen fast ausschließlich privat gehandelt werden und die Handelsaktivität am Gesamtmarkt gering ist.

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