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Mögliche Aktienstrategien

Erfolgreich in Aktien an der Börse investieren, kann man auf verschiedene Art und Weise. Es gibt unterschiedliche Strategien und Taktiken, um Gewinne zu erzielen. Dabei hat jede dieser Strategien Vor- und Nachteile. Nicht jede Strategie funktioniert unter allen Umständen. Und vor allem passt nicht jede Strategie zu jedem Trader. Jeder Trader sollte also für sich herausfinden, welche Herangehensweise, welche Strategie ihm besonders liegt.

Dividendenstrategie

Nach dieser Strategie werden vom Trader Aktien gekauft, die eine hohe Dividendenrendite aufweisen. Das sind solche Aktien, die im Verhältnis zu ihrem Aktienkurs einen großen Teil des Gewinns an die Anleger auszahlen. Hintergrund dieser Strategie ist die Vermutung, dass Unternehmen immer dann mehr von ihrem Gewinn auskehren, wenn sie selbst eine positive Entwicklung in der Zukunft erwarten. Von einer höheren Dividendenausschüttung erhoffen sich die Unternehmen einen steigenden Aktienkurs. Für den Anleger hat diese Strategie den Vorteil, dass er mit regelmäßigen Zahlungen auf seine Investition rechnen kann. Der Nachteil dieser Strategie besteht darin, dass sie in Crashphasen kaum Schutz vor Verlusten bietet

Dividendenwachstumstrategie

Im Unterschied zur Dividendenstrategie betrachtet die Dividendenwachstumsstrategie nur das Wachstum der Dividendenraten. Nach dieser Strategie kauft der Trader Aktien, deren Dividende am stärksten wächst. Das werden immer solche Aktien sein, die für eine Dividendenstrategie noch nicht taugen, da sie weniger Dividende auskehren. Auch nach dieser Strategie sind regelmäßige Dividendenzahlungen zu erwarten, nur eben nicht so hohe, wie nach der Dividendenstrategie.

Momentumstrategie Diese Strategie ist auch als Strategie der so genannten relativen Stärke bekannt. Sie basiert auf der Annahme, dass sich der Trend der Kursentwicklung fortsetzt. Börsenanalysten sprechen von einer positiven relativen Stärke einer Aktie immer dann, wenn sie in den letzten Monaten gestiegen ist. Nach der Momentumstrategie werden mithin genau jene Aktien erworben, bei denen man von einer positiven relativen Stärke sprechen kann und deren weitere Entwicklung ebenso prognostiziert wird.

Value-Investing

Benjamin Graham und Warren Buffett haben diese Strategie entwickelt und begründet. Seitdem gehört sie zu den bekanntesten und weltweit verbreitesten. Der Grundgedanke dieser Strategie beruht darauf, dass Aktien unter ihrem Wert gekauft werden. Der Gedanke ist so einfach wie genial: eine Aktie, die vielleicht einen Wert von 100 € hat, kann für 50 € erworben werden. Um zu ermitteln, welchen Wert eine Aktie hat, werden dazu grundlegende Kennzahlen, wie zum Beispiel das Kurs – Gewinn – Verhältnis, eine hohe relative Stärke, hohe Dividendenrendite, niedriges Kurs – Buchwert –Verhältnis herangezogen. Das heißt nichts anderes, als dass der realwirtschaftliche Gegenwert der Aktie die Grundlage für eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung bildet. Damit unterscheidet sich Value-Investing grundlegende von anderen Strategien, die ausschließlich auf technischer Analyse des Kursverlaufs beruhen und nur die Entwicklung des Kurses im Zeitverlauf betrachten.

Niedrigstes Kurs-Gewinn-Verhältnis

Dem Ansatz nach ist diese Strategie dem Value-Investing vergleichbar. Allerdings sind die potentiell in Frage kommenden Aktien noch schneller und einfacher zu ermitteln. Denn es werden nur jene Aktien gekauft, die die niedrigsten Kurs – Gewinn – Verhältnisse ausweisen. Dieses Verhältnis errechnet sich, indem der Aktienkurs durch den Gewinn pro Aktie geteilt wird. Je niedriger der Quotient ist, um so eher taugt eine solche Aktie für diese Strategie. Die erforderlichen Angaben zur Berechnung lassen sich einfach im Internet finden.

Growth-Strategie

Nach der Growth Strategie werden Aktien von Wachstumsunternehmen erworben, die besonders stark im Wachstum begriffen sind, bzw. von denen man ein solches Wachstum kurz- und mittelfristig erwartet. Für den Erwerb solcher Aktien spielt das Kurs-Gewinn-Verhältnis eine untergeordnete Rolle, da angenommen wird, dass das starke Wachstum des Unternehmens eine Steigerung des Gewinns mit sich bringt. Man setzt also darauf, dass die Unternehmen die heute noch Verluste machen, mindestens mittelfristig Gewinne machen. Diese Strategie ist relativ riskant. Denn gerade viele dieser Unternehmen verschwinden rasch wieder vom Markt. Die wenigen, die sich konsolidieren, erwirtschaften dafür größere Gewinne. Diese jedoch in einer frühen Phase mit dieser Strategie herauszufiltern ist sehr schwierig.

Indexorientiertes Investieren

Diese Strategie ist eine der erfolgreichsten und risikoärmsten Strategien. Man spricht auch vom Passiven Investieren. Bei dieser Strategie werden ein oder mehrere Indizes über einen Fond, einen ETF abgebildet. Die zu erwartende Rendite folgt und entspricht also dem jeweiligen Index, der abgebildet wird. Dies variiert je nach Region und Schwerpunkt des Index. Der Vorteil besteht darin, dass hier nur die Renditen vor Steuern und Gebühren zu betrachten sind. Zudem ist diese Strategie mit viel geringeren Gebühren verbunden, als andere Strategien. Nehmen wir den DAX als Beispiel, er stieg von 1964 – 2013 um durchschnittlich 7,4% pro Jahr; der S&P 500 stieg von 1965 – 2013 um durchschnittlich 9,8% pro Jahr; Der MSCI World stieg von 1975 – 2010 um durchschnittlich 7,1% pro Jahr Hieran konnte man durchaus erfolgreich partizipieren. Entscheidend ist, dass es gelingt, die die besten Märkte und Anlageklassen zu kombinieren, wodurch eine überdurchschnittliche Rendite bei einem vergleichsweise sehr geringen Risiko erreicht werden kann. Diese Strategie ist wissenschaftlich fundiert. Sie ist die einzige Strategie, die dauerhaften Erfolg aufweisen wird.

200-Tages-Durchschnitt

Eigentlich handelt es sich hierbei nicht um eine gesonderte Strategie, sondern nur um eine spezifische Erscheinungsform des Indexorientierten Investierens. Wieder wird in einen Index investiert, aber es kommt als Element das so genannte Market Timing hinzu: Das heißt, mit dieser Strategie wird der Versuch unternommen, den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg und den Ausstieg zu finden. Das heißt, nicht das Gefühl oder der Bauch begründen die entsprechende Entscheidung, sondern es wird genau dann gekauft oder verkauft, wenn die 200-Tages-Durchschnitt-Linie den Verlauf des Index schneidet. Die 200-Tages-Linie bildet den Wert ab, auf dem der Index sich im Durchschnitt in den letzten 200 Tagen befand. Das ist übersichtlicher und einfacher zu durchschauen, da sich diese Linie nicht so volatil verhält, wie der Index selbst. Es wird also versucht, mit einer mathematischen Methode die Zeitpunkte zu ermitteln, die die günstigsten für Ein- und Ausstieg sind. Der gravierende Nachteil dieser Strategie ist jedoch, dass durch die häufigeren An- und Verkäufe die tatsächliche Rendite sinkt. Wer jedoch hiernach gehandelt hat, ist den Börsencrash 2007 zum Beispiel entwichen.

Emerging-Markets

Mit diesem Begriff wird im Finanz- und Börsenbereich ein aufstrebender Markt beschrieben. Hierauf beruht auch die gleichnamige Strategie. Man geht davon aus, dass die Staaten der so genannten zweiten Welt, wie zum Beispiel China, Türkei über einen solchen aufstrebenden Markt verfügen, der großes Wachstumspotential beinhaltet. Naturgemäß stehen diese Schwellenländer im besonderen Fokus der Anleger. In ihnen verspricht man sich ein größeres Wachstum als in den Industrienationen. Dies wird ihnen auch immer prophezeit. Es wird unterstellt, dass sich dieses Wachstum dann zwangsläufig in einem stärkeren Kursanstieg niederschlagen wird. Auch hier gibt es Fonds, ETF, mit denen es möglich ist, breit aufgestellt und kostengünstig in Indizes, die Unternehmen aus Schwellenländern abbilden, zu investieren. Dies birgt jedoch ein erhöhtes Risiko in sich, da die Börsen- und Devisenkurse dieser Schwellenländer durch eine wesentlich höhere Volatilität und höhere Ausfallrisiken gekennzeichnet sind.

Small-Caps / Kleinfirmeneffekt

Small Caps sind Nebenwerte, sind kleine börsennotierte Unternehmen; Small Caps bezeichnen die kleinen Aktien. Es sind jene Aktien, die eine vergleichsweise geringe Marktkapitalisierung haben. In Deutschland sind solche Unternehmen z.B. im sDax gelistet. Die Strategie der Small Caps ist ähnlich der Growth-Strategie. Es wird auf das Wachstum dieser Kleinunternehmen vertraut und darin investiert. Aber kleine Unternehmen sind risikobehafteter als große: Viele gehen irgendwann insolvent. Nur die wenigsten einige schaffen große Kursanstiege. Und so ist auch diese Strategie mit großen Risiken behaftet.

Sinn von Strategien

Schaut man sich die Printmedien, das Fernsehen, das Internet an, so stellt man fest, es gibt Heerscharen von Analysten, die täglich irgendwelche Tipps, Anlageempfehlungen und Ratschläge geben, Strategien entwickeln. Wie erfolgreich eine Strategie im Einzelfall auch immer sein mag: Sie bleibt immer ein theoretisches Gebilde, ein mehr oder weniger theoretischer und/oder mathematischer Versuch, die Realität abzubilden und die Zukunft vorherzusagen. Jeder Trader Anleger, der mit Aktien oder anderen Investments ernsthaft sein Geld vermehren möchte, sollte dennoch eine klare Strategie vor Augen haben. Einfach nur auf Verdacht oder nach Gefühl zu kaufen, funktioniert nicht. Das Gefühl trügt uns oft. Der Trader sollte jedoch eine Strategie immer als Hilfsmittel begreifen, als einen Versuch, eine richtige Entscheidung zu treffen. Aber es ist und bleibt immer ein Versuch, der ein positives Ergebnis haben kann, aber auch einer der Verluste impliziert. Jede der vorstehend kurz beschrieben Strategie ist umstritten. Und dies aus den unterschiedlichsten Gründen. Denn jede dieser Strategien bildet immer nur ein ganz kleines Segment der Marktrealität ab. Jede Strategie hat Vorzüge und Nachteile. Eine Strategie, die immer und unter allen Bedingungen zum Erfolg führt, gibt es nicht. Das Wesen einer Strategie besteht immer auch darin, dass sie falsch sein kann. Entscheiden ist allerdings, dass der trader zu einem möglichst frühen Zeitpunkt erkennt, wenn er eine falsche Strategie für sein Investment gewählt hat. Niemand ist in der Lage die Zukunft vorauszusagen. Das gilt allgemein so, wie natürlich auch für die Börsen- und Finanzwelt. Die Strategien zeigen natürlich auch, dass es die unterschiedlichsten Ansätze gibt, die vom Trader als Ausgangspunkt für seine Investitionsentscheidungen genommen werden können. Jeder Ansatz für sich ist möglich; ob er der richtige unter den richtigen Umständen war, wird erst die Zukunft weisen. Und die benannten Ansätze sind nicht die einzig möglichen. Es gibt derer noch viel mehr und noch viel kompliziertere. So wenig es die den perfekten Menschen gibt, so wenig gibt es den perfekten Anleger, der die perfekte Strategie gefunden hat.

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