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Neue Regulierungsvorschriften für Binäre Optionen

Beim Trading mit Binären Optionen kommt es auf Seriosität des Brokers an, der Broker muss eine Trading-Lizenz für Binäre Optionen besitzen. Diese Lizenz wird im Rahmen der europäischen Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente ausgestellt und ist innerhalb der gesamten EU gültig. Mitgliedsländer der EU dürfen zusätzlich zu den EU-Vorschriften weitere Anforderungen an die Broker stellen; Malta stellt zusätzliche Anforderungen. Die Regeln für den Handel mit Binären Optionen wurden in Malta neu aufgestellt und verschärft.

Verhinderung der Registrierung von Briefkasten-Firmen

Verschiedene Unternehmen besitzen zwar eine Geschäftsadresse von Malta, doch sind sie dort nicht tatsächlich ansässig. Es handelt sich dabei um Briefkasten-Firmen, die Steuervorteile von Malta ausnutzen. Das war bisher problemlos möglich, fast immer konnten Unternehmen eine Niederlassung auf Malta registrieren, ohne dort tatsächlich anwesend sein zu müssen. Schon seit längerer Zeit wollte die Malta Financial Services Authority diese Vorgehensweise verhindern, das ist jetzt mit den neuen Regulierungsvorschriften möglich. Broker, die eine Geschäftsadresse von Malta haben, müssen jetzt über wirtschaftliche Strukturen auf der Insel verfügen. Voraussetzungen dafür sind

  • eigener Risikomanager, der auf Malta beschäftigt ist
  • Risikomanager muss auf Malta in Vollzeit für den Broker arbeiten
  • Risikomanager muss die erforderliche Qualifikation besitzen
  • Geschäftsführung und Vorstand müssen Fachwissen zur Durchführung von Finanzdienstleistungen vorweisen können

Fachwissen muss anhand von langjähriger beruflicher Erfahrung oder Studienabschlüssen nachgewiesen werden. Die Mitarbeiter, die dem Vorstand unmittelbar zuarbeiten, müssen ebenfalls die notwendigen Fachkenntnisse besitzen, das ist besonders für den Risikomanager und den Head of Trading erforderlich.

Anforderungen für eine Lizenz

Künftig müssen Unternehmen, die eine Adresse auf Malta besitzen und den Handel mit Binären Optionen anbieten, eine Investment-Lizenz der Kategorie 3 besitzen. Unternehmen mit einer solchen Lizenz dürfen alle Dienstleistungen im Bereich Investment anbieten und Kundengelder verwalten, ebenso sind sie berechtigt, direkt an den Finanzmärkten mit eigenen Geldern aktiv zu werden. Trader, die bei einem Broker mit Sitz auf Malta handeln, sollten darauf achten, dass der Broker über diese Lizenz verfügt. Der Broker sollte diese Informationen auf seiner Webseite bereithalten. Die Lizenzen können zusätzlich direkt bei der Malta Financial Services Authority eingesehen werden. Der Kapitalstock der Broker muss über die Mindesthöhe von 730.000 Euro verfügen; der vorgeschriebene Mindestbetrag erhöht sich allerdings, wenn ein Broker besonders viele und finanzstarke Trader verwaltet.

Mehr Transparenz erforderlich

Mit den neuen Regelungen für Binäre Optionen soll mehr Transparenz für die Trader geschaffen werden. Die Broker sollen bereits über einen guten Ruf in der Branche verfügen und Erfahrungen im Handel an Finanzmärkten vorweisen können. Für die Behörden kommt es ebenfalls auf Transparenz an, die Broker müssen Geschäftsprozesse offenlegen, damit jegliche Missstände aufgedeckt werden können. Broker sollten sich im Umgang mit Regulierungsbehörden auskennen. Neue Vorschriften gelten auch bezüglich der Informationspflicht, so sollen Trader jederzeit das mit der Eröffnung einer Position verbundene Verlustrisiko einsehen können. Grundsätzlich muss das generelle Risiko beim Handel mit Binären Optionen dargelegt werden. Broker sind dazu verpflichtet, Demokonten, Einführungs-Videos und andere Lernmaterialien für ihre Kunden bereitzustellen.

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