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Ökonomen sehen erhöhtes Risiko für Grexit

Das Risiko für den Grexit wird deutschen Ökonomen zufolge nach dem Ausgang des Referendums mit Nein deutlich wahrscheinlicher. Jürgen Michaels, der Chefvolkswirt der BayernLB, äußerte sich am Sonntagabend gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters „Es läuft auf einen Grexit hinaus.“ Auch Holger Schmieding, Chefökonom der Berenberg Bank, äußerte sich entsprechend: „Ein Ende mit Schrecken ist möglich“.

Staatspleite ist kaum noch vermeidbar

Eine Staatspleite ist kaum noch vermeidbar, denn vor wenigen Tagen leistete Athen eine Rückzahlung an den Internationalen Währungsfonds nicht. Daher bekommt Griechenland keine neuen Hilfsgelder vom IWF mehr. Die von der EZB erhaltenen Staatsanleihen sind am 20. Juli fällig, eine Rückzahlung wie vereinbart ist wahrscheinlich nicht möglich, wie Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, erwartet. Die EZB dürfte dann die Obergrenze für die ELA-Notkredite nicht erhöhen, die griechischen Banken drohen auszubluten. Für die Regierung könnte es schwierig werden, die anstehenden Lohn- und Rentenzahlungen zu leisten. Wie Krämer erklärte, bleibe der Regierung kaum etwas anderes übrig als die Einführung einer neuen Währung, um wieder zahlungsfähig zu werden. Faktisch würde das für Griechenland das Ende der Mitgliedschaft in der Währungsunion bedeuten.

Kaum noch Last-Minute-Kompromiss möglich

Berenberg-Experte Schmieding hält einen Last-Minute-Kompromiss kaum noch für machbar. Die Wirtschaft wurde durch die Regierung derart gelähmt, dass der Bedarf an Geld von Woche zu Woche höher wird. Wie Schmieding sagte, macht das den Gläubigern die Entscheidung schwer, „etwas anzubieten, das nicht ausreichen könnte“. Die Euro-Gruppe steht nach Ansicht von Bayern-LB-Ökonom Michaels vor der Entscheidung, nachzugeben und ihr Gesicht zu verlieren, den Grexit zu riskieren oder sich auf unbekanntes Terrain zu bewegen. Er beschreibt die Wahrscheinlichkeit für einen Grexit damit, dass die Kuh bereits eingebrochen sei.

Nächste Wochen von Unsicherheit geprägt

Auch die Deutsche Bank sieht ein hohes Risiko für den Grexit, die kommenden Wochen bedeuten Unsicherheit für das Land, verlässliche Prognosen können kaum gegeben werden.

  • Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Griechenland könnten sich weiter zuspitzen.
  • Die Regierung Alexis Tsipras könnte unter Druck geraten.
  • Unter einer neuen Regierung, die von einem bürgerlichen Lager geführt wird, könnte über ein neues Rettungspaket verhandelt werden.
  • Wenn Tsipras an der Macht bleibt, würden dem Ökonom der Deutschen Bank, Nicolas Heinen, Spekulationen über eine baldige Zahlungsunfähigkeit und die Einführung einer griechischen Parallelwährung zunehmen. Die Volksbefragung am Sonntag ging mit Nein aus, ungefähr 61 Prozent der Teilnehmer stimmten mit Nein, während nur 39 Prozent mit Ja stimmten.

    Auswirkungen auf den Handel mit Binären Optionen

    Der Euro gerät aufgrund der Situation in Griechenland stark unter Druck, daher sind vor allem kurzfristige Trades an der Tagesordnung. Auch der DAX könnte sich in den kommenden Tagen sehr volatil zeigen.

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