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Richtige Versteuerung von Binären Optionen

Binäre Optionen sind noch ein relativ neues Finanzprodukt für private Investoren, während sie für den institutionellen Handel schon länger zur Verfügung stehen. Der Handel mit Binären Optionen ist einfach und schon von Anfängern ohne Vorkenntnisse möglich, doch für den Erfolg von Beginn an sollten Sie sich das nötige Wissen über Wirtschaft und Märkte aneignen und die Charts der verschiedenen Märkte auf einschlägigen Internetseiten aufmerksam verfolgen. Um mit Binären Optionen zu handeln, müssen Sie kein großes Kapital investieren, denn es reicht aus, die Mindesteinzahlung auf das Traderkonto zu leisten, die oft bei 200 Euro liegt. Von dieser Einzahlungssumme zahlen Sie die Einsätze pro Trade, dafür gelten je nach Broker unterschiedliche Mindesteinsätze. Abhängig vom Broker sind im Erfolgsfall pro Trade Gewinne von bis zu 85 Prozent möglich – doch wie sieht es eigentlich mit der Versteuerung dieser Gewinne aus?

Versteuerung der Gewinne von Binären Optionen

Bei vielen privaten Tradern sorgt die Versteuerung der Gewinne aus Binären Optionen für Verunsicherung, schon allein aus der Tatsache heraus, dass der Trader es mit einem recht jungen Finanzprodukt zu tun bekommt. Für die Besteuerung der Gewinne aus Binären Optionen gibt es bislang noch keine eindeutige gesetzliche Regelung, eine spezielle Steuer auf Binäre Optionen wird nicht erhoben. Es ist noch nicht einmal eindeutig geklärt, ob es sich bei den Binären Optionen um Glücksspiele handelt. Wäre dies der Fall, wären die Gewinne steuerfrei; doch bei der Gesetzgebung geht die Tendenz nicht in Richtung Glücksspiel, sondern die Binären Optionen werden als Finanzprodukte betrachtet. In diesem Fall muss der Trader die normale Abgeltungssteuer zahlen, wie sie der deutsche Fiskus seit einigen Jahren erhebt. Möchten Sie den Ärger mit dem Finanzamt umgehen, sollten Sie die Gewinne aus Binären Optionen in Ihrer Steuererklärung angeben. Allerdings sollten Sie daran denken, dass Unterschiede bestehen, abhängig vom Sitz des Brokers. Handelt es sich um einen deutschen Broker, werden die Gewinne anders besteuert als bei Brokern, die ihren Sitz im Ausland, beispielsweise in Lateinamerika, haben. Eine Vielzahl von Brokern ist im Ausland ansässig, häufig auf Zypern; einige Broker haben bereits Niederlassungen in Deutschland. Handelt es sich um einen ausländischen Broker, ist zu berücksichtigen, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Ziel des Handels mit Binären Optionen ist die Erwirtschaftung von Gewinn über einen längeren Zeitraum. Handeln Sie bei einem ausländischen Broker, müssen Sie die Steuern nicht sofort an den Fiskus abführen, wenn Sie einen Gewinn erzielt haben. Nur inländische Banken und Broker nehmen eine sofortige Abführung der Steuern nach Gewinnen vor. Haben Sie dort einen Freistellungsauftrag gestellt, wird die Abgeltungssteuer aus Kursgewinnen, die den Freistellungsauftrag übersteigen, automatisch abgeführt, Sie müssen sich um nichts weiter kümmern, nur müssen Sie im Rahmen der Einkommenssteuererklärung die Gewinne angeben. Anders sieht es aus beim Trading bei ausländischen Brokern.

Binäre Optionen als Termingeschäft

Gewinne aus Binären Optionen gelten nicht als Wettgewinne, auch sind Binäre Optionen nicht im Glücksspielvertrag definiert. Das Gesetz vergleicht die Binären Optionen eher mit klassischen Optionen, da die regelmäßige Erzielung von Gewinnen im Vordergrund steht. Aus diesem Grunde gelten die Binären Optionen als Termingeschäft und sind daher nach § 23 des Einkommenssteuergesetzes steuerlich zu behandeln. So wie bei anderen Geldanlagen gelten auch bei den Binären Optionen Steuerfreibeträge, der Freibetrag liegt für jeden Trader bei 801 Euro. Überschreiten Sie diesen Freibetrag, müssen Sie den Betrag oberhalb der Freigrenze mit 25 Prozent versteuern, hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag und bei Kirchenzugehörigkeit die Kirchensteuer. Traden Sie bei einem ausländischen Broker, müssen Sie, um Schwierigkeiten mit dem Fiskus zu umgehen, Ihre Einkünfte selbst melden. Hier liegt zwar keine eindeutige Regelung vor, doch sollten Sie die Einnahmen in Ihrer Steuererklärung angeben. Am besten ist es, wenn Sie zusätzlich zur Einkommenssteuererklärung eine Erläuterung über die Binären Optionen beim Finanzamt einreichen. Führen Sie in dieser Erläuterung

• Name und Sitz des Brokers • Eventuelle Angaben über die Regulierung • Art der Optionen, mit denen Sie gehandelt haben • Höhe der eingenommenen Gewinne

auf. Sie sollten auch nicht vergessen, Ihre Verluste aufzuführen. Sinnvoll ist, wenn Sie für Ihre Trades ein Journal mit Datum, dem Einsatz pro Trade und dem jeweiligen Gewinn oder Verlust führen. Das Finanzamt hat die Möglichkeit, nähere Informationen über den Broker einzuholen und entsprechend zu handeln, Sie sind auf der sicheren Seite.

Steuervorteile durch Binäre Optionen

Binäre Optionen sind zwar nicht dazu gemacht, steuerlich angesetzt zu werden, doch sollten Sie sie trotzdem zur Sicherheit in der Steuererklärung erwähnen. Traden Sie regelmäßig mit höheren Einsätzen und erzielen Sie dabei Gewinne, so kann es schon passieren, dass die Gewinne innerhalb eines Jahres den Freibetrag überschreiten. Können Sie mit verschiedenen Geldanlagen wie Fonds die Steuerlast reduzieren, indem Sie die Einnahmen in späteren Steuerjahren geltend machen, besteht diese Möglichkeit bei den Binären Optionen nicht, doch können Sie in einigen Fällen trotzdem Steuervorteile ausnutzen. Müssen Sie beim Traden mit Binären Optionen Verluste verzeichnen, können Sie Steuervorteile ausschöpfen, denn Binäre Broker erfüllen die Anforderungen der Finanzämter für die Anrechnung von Verlusten. Verluste können mit den Zinseinnahmen verrechnet werden, doch ist die Anrechnung eines Restwertes dafür erforderlich. Die Verluste aus Binären Optionen können nicht nur mit den Gewinnen aus Binären Optionen, sondern auch mit anderen Einkünften aus Kapitalvermögen verrechnet werden. Eine endgültige Rechtsprechung liegt für derartige Fälle aber noch nicht vor.

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