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Übernahme von Plus500 durch Playtech

Der Broker Plus500 sperrte in den letzten Wochen zahlreiche Kundenkonten, die neuen Geldwäsche-Regularien sind der Grund dafür. Mit Bekanntwerden der Sperre sank der Aktienkurs des Brokers um 37 Prozent, über mehrere Tage waren Verluste zu verzeichnen. Jetzt geht es wieder bergauf, denn Plus500 wird vom israelischen Software-Konzern Playtech übernommen, der Broker soll wieder auf Erfolgskurs gebracht werden.

Kein ausreichendes Krisenmanagement

Von der Sperrung waren angeblich ca. 55 Prozent der Kundenkonten betroffen, nach Angaben des Brokers sind die staatlichen Regularien zur Geldwäsche der Grund dafür. Bis zur Untersuchung aller Daten hatte der britische Broker keine andere Wahl, Trader konnten nicht handeln und auch kein Geld von ihren Konten abheben. Schon seit Februar dieses Jahres werden standardmäßige Überprüfungen der Konten nicht mehr im üblichen Rahmen durchgeführt, menschliche Fehler scheinen die Ursache dafür zu sein. Gemäß Angaben von Plus500 wurde eine Überprüfung der Konten von externen Beratern empfohlen, doch konnte sie aufgrund menschlicher Fehler erst verzögert durchgeführt werden. Der Broker versicherte, dass eine Sperrung der Konten für die meisten Trader nur über wenige Tage andauerte; nur in Sonderfällen nahm sie mehrere Wochen in Anspruch. Diese Aussage erhitzte jedoch die Gemüter bei den Händlern, denn schon wenige Tage Ausfallzeit können drastische finanzielle Einbußen zur Folge haben.

Kursverfall bei Plus500-Aktien

Meldungen des Informationsdienstes Bloomberg zufolge wetteten Anleger bereits kurz nach Bekanntwerden der Krise von Plus500 auf einen weiteren Fall der Aktien des Brokers, denn sie gingen davon aus, dass die Kontensperrung zu einem schlechten Image des Brokers führen würde. Es handelte sich dabei in erster Linie um institutionelle Anleger. Plus500 warnte seine Kunden nicht über die Kontensperrung vor.

Was bewirkt die Übernahme?

Anfang Juni 2015 wurde die erste positive Schlagzeile über Plus500 vermeldet, denn der israelische Konzern Playtech plante die Übernahme des angeschlagenen Konzerns und hatte sie bereits teilweise vollzogen. Das Management des Brokers hält insgesamt 35 Prozent der Aktien und stimmte der Übernahme zu. Pro Aktie bietet Playtech angeblich 400 pence, für die perfekte Übernahme ist nur noch die Zustimmung des Großaktionärs Odey Asset Management erforderlich. Innerhalb von fünf Tagen war bei der Aktie von Plus500 ein Preisverfall von 750 auf 200 pence zu verzeichnen, die meisten Anleger dürften vor diesem Hintergrund mit dem erzielten Geld für den Verkauf der Aktie noch zufrieden sein. Das Management von Plus500 äußerte sich in einer schriftlichen Stellungnahme zum Verkauf der Aktie. Um auch künftig gewinnbringend wirtschaften zu können, sei der Druck auf das Tagesgeschäft zu groß gewesen, ausschlaggebend dafür waren die Einfrierungen der Konten. Verantwortliche betonten noch einige Tage zuvor, dass mehr als 90 Millionen Dollar in der Firmenkasse vorhanden seien und das Unternehmen wirtschaftlich gesund sei. Die Betreiber sollten jetzt allerdings damit rechnen, dass die meisten Kunden ihr Geld kurz nach der Wiedereröffnung der Konten abheben würden. Um diese Auswirkungen zu überstehen, ist ein finanzkräftiger Partner, wie ihn Playtech darstellt, erforderlich.

Übernahme durch Playtech nicht überraschend

Die Übernahme durch Playtech ist nicht überraschend, denn Plus500 ist zwar an der Londoner Börse gelistet, doch die Zentrale befindet sich in Israel. Playtech ist mit der Entwicklung von Software für Online-Casinos und Wettanbieter beschäftigt und wird sein Portfolio mit der Übernahme von Plus500 erweitern.

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